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{{ :koebberling-2.jpg?nolink&200x264|ASCII}}Er wuchs auf in Oberzwehren und Kassel. Sein Vater war Kaufmann und seit 1921 wurde die Familie mit dem aus Hamburg kommenden Pastor C.A.Flügge bekannt. Nach seinem Schulabschluss studierte er Medizin 1931-1933 in Marburg und 1933-1936 in Berlin. Er wurde Mitglied im DCSV (Deutsche Christliche Studentenvereinigung) und war Sympathisant der Bekennenden Kirche, deren Schriften er las. Mit dem damaligen Generalsekretär des DCSV Hanns Lilje kam er in eine freundschaftliche Beziehung. Das Staatsexamen legte er 1936 an der Berliner Charité ab bei Geheimrat Karl Bonhoeffer. Seit 1937 arbeitete er als Arzt in Ostpreußen, wo er in Konflikte mit der Gestapo geriet. 1945 kehrte er nach Einbeck zurück, wo die Familie bei Schwägerin Elisabeth Flügge untergebracht war. Im Januar 1946 erhielt er eine Berufung als leitender Internist am Evangelischen Krankenhaus in Holzminden. Dort wurde er auch Mitbegründer der EFG Holzminden. Mit Peter Dienel initiierte er die missionarische Brennpunktwoche der evangelisch-freikirchlichen Studenten und arbeitete mit bei den Medizinertagungen im Haus der Begegnung in Rotenburg/Fulda. Neben seiner Mitarbeit in der Gemeinde übte er eine intensive Kommunaltätigkeit aus, seit 1957 als Kreistagsabgeordneter, später zugleich als Ratsherr in Holzminden. 1977 wurde er pensioniert. Von 1981 bis 1991 war er Bürgermeister in Holzminden. Er gilt als schärfster Kritiker von Paul Schmidt wegen dessen Anpassungskurs des Baptistenbundes an das NS-Regime. Erst 2014 konnten seine beiden Gegenschriften samt ausführlichem Briefwechsel vollständig veröffentlicht werden. Seit 1937 war er mit Milka, der jüngsten Tochter von C. A. Flügge, verheiratet und hatte mit ihr sechs Kinder. (//RF//) | {{ :koebberling-2.jpg?nolink&200x264|ASCII}}Er wuchs auf in Oberzwehren und Kassel. Sein Vater war Kaufmann und seit 1921 wurde die Familie mit dem aus Hamburg kommenden Pastor C.A.Flügge bekannt. Nach seinem Schulabschluss studierte er Medizin 1931-1933 in Marburg und 1933-1936 in Berlin. Er wurde Mitglied im DCSV (Deutsche Christliche Studentenvereinigung) und war Sympathisant der Bekennenden Kirche, deren Schriften er las. Mit dem damaligen Generalsekretär des DCSV Hanns Lilje kam er in eine freundschaftliche Beziehung. Das Staatsexamen legte er 1936 an der Berliner Charité ab bei Geheimrat Karl Bonhoeffer. Seit 1937 arbeitete er als Arzt in Ostpreußen, wo er in Konflikte mit der Gestapo geriet. 1945 kehrte er nach Einbeck zurück, wo die Familie bei Schwägerin Elisabeth Flügge untergebracht war. Im Januar 1946 erhielt er eine Berufung als leitender Internist am Evangelischen Krankenhaus in Holzminden. Dort wurde er auch Mitbegründer der EFG Holzminden. Mit Peter Dienel initiierte er die missionarische Brennpunktwoche der evangelisch-freikirchlichen Studenten und arbeitete mit bei den Medizinertagungen im Haus der Begegnung in Rotenburg/Fulda. Neben seiner Mitarbeit in der Gemeinde übte er eine intensive Kommunaltätigkeit aus, seit 1957 als Kreistagsabgeordneter, später zugleich als Ratsherr in Holzminden. 1977 wurde er pensioniert. Von 1981 bis 1991 war er Bürgermeister in Holzminden. Er gilt als schärfster Kritiker von Paul Schmidt wegen dessen Anpassungskurs des Baptistenbundes an das NS-Regime. Erst 2014 konnten seine beiden Gegenschriften samt ausführlichem Briefwechsel vollständig veröffentlicht werden. Seit 1937 war er mit Milka, der jüngsten Tochter von C. A. Flügge, verheiratet und hatte mit ihr sechs Kinder. (//RF//) |
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| //Nachruf//, in: Die Gemeinde 17/2005, S. 25. |
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//Kurzbiographie von Roland Fleischer, in: R.Fleischer, Streit (Baptismus-Dokumentation 4), Elstal 2014, S. 157-159. // | //Kurzbiographie von Roland Fleischer, in: R.Fleischer, Streit (Baptismus-Dokumentation 4), Elstal 2014, S. 157-159. // |
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===== Quellen ===== | ===== Quellen ===== |
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Bernard Green, European Baptists and the Third Reich, Didcot: Baptist Historical Society 2008, p. 56 (270 S.); | Bernard Green, European Baptists and the Third Reich, Didcot: Baptist Historical Society 2008, p. 56 (270 S.); |
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Roland Fleischer, „Das verachtete Volk der Juden“. Baptisten, die Pogromnacht und das Verhältnis zum Judentum, in: Freikirchenforschung 17/ 2008, S. (196-221) 220; | Roland Fleischer, „Das verachtete Volk der Juden“. Baptisten, die Pogromnacht und das Verhältnis zum Judentum, in: Freikirchenforschung 17/ 2008, S. (196-221) 220, online: https://dienste-in-israel.de/wp-content/uploads/2019/09/Das-verachtete-Volk-der-Juden.-Baptisten-die-Pogromnacht-1938-und-das-Verha%CC%88ltnis-zum-Judentum-Roland-Fleischer-.pdf; |
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H. Szobries, Schuldbekenntnisse (Baptismus-Dokumentation 3), Elstal/Norderstedt 2013, S. 14.47-50; | H. Szobries, Schuldbekenntnisse (Baptismus-Dokumentation 3), Elstal/Norderstedt 2013, S. 14.47-50; |