====== Bernhard Popkes ====== **Dr. med. Bernhard Popkes** (* 15. Dezember 1923 in Ihrhove/Ostfriesland; † 2. Februar 2009 in Hamburg) war Arzt/Chefarzt und Psychotherapeut in Oldenburg, Münster, Essen und zuletzt im Hamburger Albertinen-Krankenhaus, der die neurologisch-psychiatrische Abteilung aufbaute und sie 19 Jahre lang leitete von 1970 bis zu seinem Ruhestand 1989/1990. ===== Leben ===== {{ :popkes_bernhard_dr_med_portrait.jpg?nolink&200x279|Portrait Dr. med. Bernhard Popkes}}1947-1952 studierte er Medizin in Münster und seine Approbation erhielt er in Göttingen. Er war Assistent am Pathologischen und Neurologischen Institut der Universität Frankfurt/Main. 1953 wurde er mit Auszeichnung promoviert. Er arbeitete an der Medizinischen und Neurologischen Klinik Oldenburg-Sonderbusch sowie von 1958-1965 an der Uni-Nervenklinik Münster, wo er 1961 die Anerkennung als Facharzt für Nerven- und Gemütsleiden erhielt. 1966-1970 arbeitete er als Oberarzt an der Psychiatrischen Klinik des Klinikums Essen der Ruhruniversität Bochum. Seit 1970 baute er als Chefarzt die Neurologisch-Psychiatrische Abteilung des Albertinen-Krankenhauses in Hamburg auf. Er galt als "moderner Arzt und Psychotherapeut", der den humanen Auftrag der Medizin betonte. Im Nachruf von albertinen-aktuell heißt es: „In der Medizin sah er bei allem Fortschritt ihren humanen Auftrag: Neben der präzisen Diagnosestellung war ihm das ganzheitliche Erfassen und Behandeln des Kranken unter Einbeziehung von Sozialarbeit und Seelsorge ein großes Anliegen. Die Begleitung Sterbender war für ihn von gleich hohem Stellenwert. Helfen und Dienenwollen prägten das Patienten-Arzt-Verhältnis. Die Einbeziehung und Weiterbildung der Mitarbeiter im fachlichen und diakonischen Bereich hat er intensiv gepflegt und gefördert.“ Im Nachruf wird dazu seine „christliche Haltung, Ernsthaftigkeit und Beständigkeit“ sowie seine „imponierende Arbeitsleistung“ gewürdigt. Er referierte auf der Mitarbeiterakademie des Albertinen-Diakoniewerks u.a. zur Begleitung von Schwerkranken und Sterbenden und vor der Pastorenschaft zum Thema der psychischen Krankheiten. Mit seiner Ehefrau Elisabeth hatte er zwei Söhne. (//RF//) //Nachruf von Dr. Walter Sick, in: Die Gemeinde 5/2009, S. 27//. //Nachruf in: albertinen-aktuell 1/2009.// ===== Quellen ===== Archiv Albertinen-Diakoniewerk. ===== Veröffentlichungen ===== Leitbilder des modernen Arztes: 1. Konferenz zu ärztlichen Grundsatzfragen Schloß Hugenpoet Oktober 1969. Flexibles Taschenbuch MED, hg. zusammen mit Max-P. Engelmeier, Georg Thieme Verlag Stuttgart 1971. Heilung und Heil aus der Sicht des Arztes (Vortrag in der St. Nikolai-Kirche in Hamburg, 7.10.1986), in: Blickpunkt Gemeinde 3/1988, S. 10-18. Freiheit durch Wahrheit. Vortrag auf der 25. Tagung der "Arbeitsgemeinschaft christlicher Ärzte" am 6.2.1994 in Mauloff, in: ThGespr 1/1996, S. 9-14. ===== Literatur ===== Hans Rohrbach, Studenten begegnen der Wahrheit. Die Studentenmission in Deutschland. Entstehung, Weg und Ziel, Marburg 1957 (56 S.), S. 12.24; E.G. (Eckart Großmann?), Studentenkonferenz 1968, in: Semesterzeitschrift 17, April 1969, S. (23f) 24; Grenzen überschreiten. 25 Jahre Albertinen-Krankenhaus Hamburg-Schnelsen, o.J. (1989), S. 107; Auf klarem Kurs. 100 Jahre. Vom Diakonissenverein Siloah zur Albertinen-Gruppe, Ahnatal 2007, S. 111.116.128; Nachruf in: Die Gemeinde 5/2009, S. 27 (von Dr. Walter Sick); Todesanzeige: Die Gemeinde 4/2009, S.28; albertinen-aktuell 1/2009 (Nachruf); Karl Heinz Walter, Meine Geschichte als Generalsekretär der European Baptist Federation 1989 - 1999, Hamburg 2020, S. 80.458; Karl Heinz Walter, Auf dein Wort … (Autobiografie), Hamburg 2023, S. 58.86.129.131.195. Bildnachweis: Christian Popkes (Copyright)