friedrich_wilhelm_herrmann

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 ====== Friedrich Wilhelm Herrmann ====== ====== Friedrich Wilhelm Herrmann ======
  
-**Friedrich Wilhelm Herrmann** (* 4. Februar 1860 in Damerau/Ostpreußen;  † 9. Februar 1926 in Wilhelmshaven) war Prediger, Evangelist und Verfasser zahlreicher Artikel und Broschüren zur Sonntagschularbeit, zum Religionsunterricht, zur Bibelauslegung und weiteren Gemeindethemen. +**Friedrich Wilhelm Herrmann** (* 4. Februar 1860 in Damerau/Ostpreußen; † 9. Februar 1926 in Wilhelmshaven) war Prediger, Evangelist und Verfasser zahlreicher Artikel und Broschüren zur Sonntagschularbeit, zum Religionsunterricht, zur Bibelauslegung und weiteren Gemeindethemen.
 ===== Leben ===== ===== Leben =====
  
-{{  :f.w.herrmann.jpg?nolink&200x295|f.w.herrmann.jpg}}1875 ließ sich Herrmann taufen und wurde bald von seinem Bruder __<font inherit/inherit;;#5b9bd5;;inherit>Julius Herrmann</font>__ als Missionsgehilfe nach Riga geholt. Von 1880 bis 1884 studierte er am 1880 gegründeten Seminar in Hamburg, um anschließend Prediger in Flensburg zu werden. 1885 bis 1887 leistete er dort seinen Militärdienst ab. 1890 berief ihn der freikirchliche Sonntagsschulbund zu seinem Reisesekretär. 1893 folgte er einem Ruf nach Memel, von wo er 1899 nach Berlin Ost (Bethel-Gemeinde) an die Seite seines Schwagers __<font inherit/inherit;;#5b9bd5;;inherit>Claus Peters</font>__ wechselte. 1910 wurde er Prediger in Derschlag, 1913 Zeltevangelist der Rheinisch-Westfälischen Vereinigung. Kriegsbedingt endete diese Arbeit und 1915 wechselte Herrmann nach Königsberg-Tragheim, wo er bis 1922 blieb. Danach widmete er sich von Wilhelmshaven aus neben dem Gemeindedienst der Evangelisation und der Schriftstellerei. Besonders im letzteren war er erfolgreich. Ab 1903 arbeitete er bis zu seinem Tod in den Verwaltungen des Bundes mit. F.W.Herrmann war Teilnehmer der ökumenischen Friedensfahrt 1908 nach England. (//bisher unveröffentlichte Kurzbiographie von Frank Fornaçon von 1984, ergänzt//) +{{  :f.w.herrmann.jpg?nolink&200x295|f.w.herrmann.jpg}}1875 ließ sich Herrmann taufen und wurde bald von seinem Bruder Julius Herrmann als Missionsgehilfe nach Riga geholt. Von 1880 bis 1884 studierte er am 1880 gegründeten Seminar in Hamburg, um anschließend Prediger in Flensburg zu werden. 1885 bis 1887 leistete er dort seinen Militärdienst ab. 1890 berief ihn der freikirchliche Sonntagsschulbund zu seinem Reisesekretär. 1893 folgte er einem Ruf nach Memel, von wo er 1899 nach Berlin Ost (Bethel-Gemeinde) an die Seite seines Schwagers Claus Peters wechselte. 1910 wurde er Prediger in Derschlag, 1913 Zeltevangelist der Rheinisch-Westfälischen Vereinigung. Kriegsbedingt endete diese Arbeit und 1915 wechselte Herrmann nach Königsberg-Tragheim, wo er bis 1922 blieb. Danach widmete er sich von Wilhelmshaven aus neben dem Gemeindedienst der Evangelisation und der Schriftstellerei. Besonders im letzteren war er erfolgreich. Ab 1903 arbeitete er bis zu seinem Tod in den Verwaltungen des Bundes mit. F.W.Herrmann war Teilnehmer der ökumenischen Friedensfahrt 1908 nach England. (//bisher unveröffentlichte Kurzbiographie von Frank Fornaçon von 1984, ergänzt//)
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 ===== Veröffentlichungen ===== ===== Veröffentlichungen =====
  
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 Der Predigthelfer, ebenda, S. 74-95. Der Predigthelfer, ebenda, S. 74-95.
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 ===== Literatur ===== ===== Literatur =====
  
-F.W.Simoleit (Hg), Offizieller Bericht über den 1. Kongreß der europäischen Baptisten, Berlin 1908, S. 57.183; Gustav Gieselbusch, Wie heilig ist diese Stätte! Geschichte der Baptistengemeinde Bethel zu Berlin 1887-1912 (Festschrift), S. 60.61.63.66f; Wahrheitszeuge 1926, S. 103.110f.118f; Festschrift zum fünfzigjährigen Jubiläum der Bethelgemeinde Berlin O, Gubener Strasse 10, 1887-1937, bearbeitet v. Theodor Winter und Karl Sult (72 S.), S. 16.17.18; 125 Jahre J.G.Oncken-Verlag Kassel 1828-1953, S. 31; R. Donat, Werden und Wirken einer christlichen Gemeinde in hundert Jahren: 1854-1954. Der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Hannover, Baptistengemeinde, und ihren Freunden dargestellt, Kassel 1955, S. 45f.65f; ders., Entstehung, 1958, S. 445.448.451; ders., Ausbreitung, 1960, Register und S. 471; G. Balders, Werden und Wirkung von Glaubensbekenntnissen, in: Wort und Tat 1971, H. 1, S. (10-15) 15; Robert Kluttig, Geschichte der deutschen Baptisten in Polen 1858-1945, Winnipeg/Kanada 1973, S. 261; E. Scheve, Dem Herrn vertrauen. Blüten und Früchte eines Lebens für Gemeinde, Mission und Diakonie, zusammengetragen v. G. Balders, Wuppertal 1979, S. 190; G. Balders (Hg), Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe. 150 Jahre Baptistengemeinden in Deutschland 1834-1984. Festschrift, Wuppertal/Kassel 1984, S. 64.73.182.191.225.232.247; Gott mehr gehorchen als den Menschen? Festschrift 150 Jahre Baptistengemeinde Bayreuth 1840-1990, hg. v. Rudolf Bräunling und Hans Stapperfenne, Bayreuth 1990, S. 98; Karl Heinz Voigt, Vor neunzig Jahren: ökumenische Friedensfahrt nach England - Landeskirchler, Freikirchler und Katholiken in einem Boot, in: Freikirchenforschung 8/1998, S. 230; Diabo&Lüllau, „Hoffentlich enttäuscht uns Hitler nicht“. Briefe, Bilder, Berichte einer Predigerfamilie 1925-1960, hg. v. Uwe A. Gieske, Berlin 1999, S. 299; Kurt Jägemann, Hinsehen und Handeln. Die Gründung der Sonntagsschule in der Hamburger Vorstadt St. Georg 1825. Entwicklungslinien im 19. Jahrhundert, Hg. Gemeindejugendwerk des BEFG, Elstal 2000, S. (8-58) 42f.44.45.56; Ulf Beiderbeck, Frei und geborgen (Baptismus-Studien 3), Kassel 2002, S. 53; Zwischen Himmel und Erde. Festschrift zum 100-jährigen Jubiläum der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde München (Baptisten), hg. von Andrea und Kim Strübind, 2002, S. 60; Karl Heinz Voigt, Ökumene in Deutschland. Internationale Einflüsse und Netzwerkbildung - Anfänge 1848-1945, Göttingen 2014, S. 95.101; André Heinze, Exegese, Spiritualität, Theologie. Beiträge zu einer Theologie im Hier und Jetzt, hg. v. Chr. Wehde und S. Werner, Leipzig 2016, S. 219; W.Weist/R.Assmann, Dass das Wort des Herrn laufe und gepriesen werde. Die Schrifttumsarbeit im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in der DDR (Baptismus-Dokumentation 7), Elstal/Norderstedt 2017, S. 230; Hartmut Wahl (Hg), Aufzeichnungen und Erinnerungen von Johannes Warns (1874-1937). Bd. 1: 1874-1918. Von Osteel bis Berlin, Hammerbrücke 2021, S. 255; Volker Spangenberg, Das „Stiefkind unseres Gemeindelebens“? Zur Abendmahlsfeier im deutschen Baptismus, in: ThGespr 2021, Heft 3, S. (107-127) 112.118.+F.W.Simoleit (Hg), Offizieller Bericht über den 1. Kongreß der europäischen Baptisten, Berlin 1908, S. 57.183; Gustav Gieselbusch, Wie heilig ist diese Stätte! Geschichte der Baptistengemeinde Bethel zu Berlin 1887-1912 (Festschrift), S. 60.61.63.66f; Wahrheitszeuge 1926, S. 103.110f.118f; Festschrift zum fünfzigjährigen Jubiläum der Bethelgemeinde Berlin O, Gubener Strasse 10, 1887-1937, bearbeitet v. Theodor Winter und Karl Sult (72 S.), S. 16.17.18; 125 Jahre J.G.Oncken-Verlag Kassel 1828-1953, S. 31; R. Donat, Werden und Wirken einer christlichen Gemeinde in hundert Jahren: 1854-1954. Der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Hannover, Baptistengemeinde, und ihren Freunden dargestellt, Kassel 1955, S. 45f.65f; ders., Entstehung, 1958, S. 445.448.451; ders., Ausbreitung, 1960, Register und S. 471; G. Balders, Werden und Wirkung von Glaubensbekenntnissen, in: Wort und Tat 1971, H. 1, S. (10-15) 15; Robert Kluttig, Geschichte der deutschen Baptisten in Polen 1858-1945, Winnipeg/Kanada 1973, S. 261; E. Scheve, Dem Herrn vertrauen. Blüten und Früchte eines Lebens für Gemeinde, Mission und Diakonie, zusammengetragen v. G. Balders, Wuppertal 1979, S. 190; G. Balders (Hg), Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe. 150 Jahre Baptistengemeinden in Deutschland 1834-1984. Festschrift, Wuppertal/Kassel 1984, S. 64.73.182.191.225.232.247; Gott mehr gehorchen als den Menschen? Festschrift 150 Jahre Baptistengemeinde Bayreuth 1840-1990, hg. v. Rudolf Bräunling und Hans Stapperfenne, Bayreuth 1990, S. 98; Karl Heinz Voigt, Vor neunzig Jahren: ökumenische Friedensfahrt nach England - Landeskirchler, Freikirchler und Katholiken in einem Boot, in: Freikirchenforschung 8/1998, S. 230; Diabo&Lüllau, „Hoffentlich enttäuscht uns Hitler nicht“. Briefe, Bilder, Berichte einer Predigerfamilie 1925-1960, hg. v. Uwe A. Gieske, Berlin 1999, S. 299; Kurt Jägemann, Hinsehen und Handeln. Die Gründung der Sonntagsschule in der Hamburger Vorstadt St. Georg 1825. Entwicklungslinien im 19. Jahrhundert, Hg. Gemeindejugendwerk des BEFG, Elstal 2000, S. (8-58) 42f.44.45.56; Ulf Beiderbeck, Frei und geborgen (Baptismus-Studien 3), Kassel 2002, S. 53; Zwischen Himmel und Erde. Festschrift zum 100-jährigen Jubiläum der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde München (Baptisten), hg. von Andrea und Kim Strübind, 2002, S. 60; Karl Heinz Voigt, Ökumene in Deutschland. Internationale Einflüsse und Netzwerkbildung - Anfänge 1848-1945, Göttingen 2014, S. 95.101; André Heinze, Exegese, Spiritualität, Theologie. Beiträge zu einer Theologie im Hier und Jetzt, hg. v. Chr. Wehde und S. Werner, Leipzig 2016, S. 219; W.Weist/R.Assmann, Dass das Wort des Herrn laufe und gepriesen werde. Die Schrifttumsarbeit im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in der DDR (Baptismus-Dokumentation 7), Elstal/Norderstedt 2017, S. 230; Hartmut Wahl (Hg), Aufzeichnungen und Erinnerungen von Johannes Warns (1874-1937). Bd. 1: 1874-1918. Von Osteel bis Berlin, Hammerbrücke 2021, S. 255; Volker Spangenberg, Das „Stiefkind unseres Gemeindelebens“? Zur Abendmahlsfeier im deutschen Baptismus, in: ThGespr 2021, Heft 3, S. (107-127) 112.118; Imanuel Baumann, Loyalitätsfragen. Glaubensgemeinschaften der täuferischen Tradition in den staatlichen Neugründungsphasen des 20. Jahrhunderts (Kirche-Konfession-Religion Bd. 78), Göttingen 2021, S. 98.
  
 Bildnachweis: Oncken Verlag 1960 / Oncken-Archiv Elstal Bildnachweis: Oncken Verlag 1960 / Oncken-Archiv Elstal
  
  
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