peter_dienel

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 ====== Peter Dienel ====== ====== Peter Dienel ======
  
-**Prof. Dr. Peter C. Dienel** (* 28. Oktober 1923 in Berlin;  † 13. Dezember 2006 in Berlin) war Theologe und Professor für Soziologie. Er ist Erfinder des Bürgerbeteiligungsverfahrens "Planungszelle". +**Prof. Dr. Peter C. Dienel** (* 28. Oktober 1923 in Berlin; † 13. Dezember 2006 in Berlin) war Theologe und Professor für Soziologie. Er ist Erfinder des Bürgerbeteiligungsverfahrens "Planungszelle".
 ===== Leben ===== ===== Leben =====
  
-{{  :peter_dienel.png?nolink&186x268}}Er war der Sohn von __<font inherit/inherit;;#5b9bd5;;inherit>Max Dienel</font>__. Nach dem Studium der Theologie in Berlin mit dem Abschluss des Fakultätsexamens und nach einem einjährigen theologischen Zusatzstudium in den USA wurde er ab 1953 der erste Reisesekretär der Studentenarbeit des Bundes Ev.-Freikirchlicher Gemeinden, organisierte (zusammen mit Annemarie Oesterle) regelmäßige Studentenkonferenzen, besuchte Studenten an allen deutschen Unis (auch in der DDR) und organisierte vor Ort Studentenkreise. Außerdem begründete er die "Brennpunktwoche", eine studentische Evangelisation neuen Stils. Viele Studenten in den 1950er Jahren kamen mit dem Glauben ihrer oft einfachen Herkunftsgemeinden nicht mehr klar und entfremdeten sich dem Baptismus. Prof. Hans Hattenhauer sagte über ihn: „Peter Dienel hat dem Baptismus eine ganze Generation gerettet!“ (nach Max Dienel, Neuburg/Donau) Er schloss ein Studium der Soziologie in Münster an, das er mit der Promotion 1962 beendete. Von 1961 bis 1968 war er Studienleiter an der Ev. Akademie Loccum. 1968-1970 gehörte er zum Planungsstab in der Staatskanzlei Düsseldorf. Seit 1969 arbeitete er in Wuppertal als Prof. der Soziologie (Bergische Universität GH Wuppertal, Fachbereich 1 – Gesellschaftswissenschaften). Nach seiner Emeritierung wurde er Leiter der "Forschungsstelle Bürgerbeteiligung & Planungsverfahren" und blieb es bis an sein Lebensende. Aufgrund seiner Verdienste mit dem Bürgerbeteiligungsverfahren "Planungszelle" verlieh ihm Bundespräsident Johannes Rau 2003 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Seit 1957 war er verheiratet mit Dorothea Mallau; das Ehepaar bekam zwei Söhne und eine Tochter. (//RF mit Ergänzung von Sohn Max Dienel//)+{{  :peter_dienel.png?nolink&186x268}}Er war der Sohn von Max Dienel. Nach dem Studium der Theologie in Berlin mit dem Abschluss des Fakultätsexamens und nach einem einjährigen theologischen Zusatzstudium in den USA wurde er ab 1953 der erste Reisesekretär der Studentenarbeit des Bundes Ev.-Freikirchlicher Gemeinden, organisierte (zusammen mit Annemarie Oesterle) regelmäßige Studentenkonferenzen, besuchte Studenten an allen deutschen Unis (auch in der DDR) und organisierte vor Ort Studentenkreise. Außerdem begründete er die "Brennpunktwoche", eine studentische Evangelisation neuen Stils. Viele Studenten in den 1950er Jahren kamen mit dem Glauben ihrer oft einfachen Herkunftsgemeinden nicht mehr klar und entfremdeten sich dem Baptismus. Prof. Hans Hattenhauer sagte über ihn: „Peter Dienel hat dem Baptismus eine ganze Generation gerettet!“ (nach Max Dienel, Neuburg/Donau) Er schloss ein Studium der Soziologie in Münster an, das er mit der Promotion 1962 beendete. Von 1961 bis 1968 war er Studienleiter an der Ev. Akademie Loccum. 1968-1970 gehörte er zum Planungsstab in der Staatskanzlei Düsseldorf. Seit 1969 arbeitete er in Wuppertal als Prof. der Soziologie (Bergische Universität GH Wuppertal, Fachbereich 1 – Gesellschaftswissenschaften). Nach seiner Emeritierung wurde er Leiter der "Forschungsstelle Bürgerbeteiligung & Planungsverfahren" und blieb es bis an sein Lebensende. Aufgrund seiner Verdienste mit dem Bürgerbeteiligungsverfahren "Planungszelle" verlieh ihm Bundespräsident Johannes Rau 2003 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Seit 1957 war er verheiratet mit Dorothea Mallau; das Ehepaar bekam zwei Söhne und eine Tochter. (//RF mit Ergänzung von Sohn Max Dienel//)
  
 //ausführlichere Kurzbiographie in wikipedia:// [[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Dienel|https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Dienel ]] //ausführlichere Kurzbiographie in wikipedia:// [[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Dienel|https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Dienel ]]
  
-//Erich Geldbach, Nachruf auf Peter Dienel, in: ZThG 12/2007, 9-12:// [[https://web.archive.org/web/20070703003158/http://www.planungszelle.de/mediapool/32/326732/data/Nachruf-Geldbach.pdf|https://web.archive.org/web/20070703003158/http://www.planungszelle.de/mediapool/32/326732/data/Nachruf-Geldbach.pdf]]+//Erich Geldbach, Nachruf auf Peter Dienel, in: ZThG 12/2007, 9-12:// https://www.gftp.de/downloads-und-dokumente/send/36-zthg-12-2007/366-nachruf_egeldbach
  
 //Antoine Vergne, Berlin, In Memoriam Peter Dienel (1923-2006)//, in: Soziologie 2007, Jg. 36, H. 3, S. 328-330 in: [[https://web.archive.org/web/20160509083909/http://www.planungszelle.de/index.php/peter-dienel|https://web.archive.org/web/20160509083909/http://www.planungszelle.de/index.php/peter-dienel]] //Antoine Vergne, Berlin, In Memoriam Peter Dienel (1923-2006)//, in: Soziologie 2007, Jg. 36, H. 3, S. 328-330 in: [[https://web.archive.org/web/20160509083909/http://www.planungszelle.de/index.php/peter-dienel|https://web.archive.org/web/20160509083909/http://www.planungszelle.de/index.php/peter-dienel]]
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 ===== Quellen ===== ===== Quellen =====
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 Kriegstagebuch Peter Dienel 1942-1945 mit Nachträgen 1952.1957, pdf-Fassung von Sohn Max Dienel (Oncken-Archiv Elstal). Kriegstagebuch Peter Dienel 1942-1945 mit Nachträgen 1952.1957, pdf-Fassung von Sohn Max Dienel (Oncken-Archiv Elstal).
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 ===== Veröffentlichungen ===== ===== Veröffentlichungen =====
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 Demokratisch-praktisch-gut. Merkmale, Wirkungen und Perspektiven von Planungszellen und Bürgergutachten, Dietz-Verlag Bonn 2009 (196 S.). Demokratisch-praktisch-gut. Merkmale, Wirkungen und Perspektiven von Planungszellen und Bürgergutachten, Dietz-Verlag Bonn 2009 (196 S.).
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  • von rfleischer