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-{{  :​kluttig-robert-1.jpg?​nolink&​200x224|kluttig-robert-1.jpg}}Er wurde am 16.4.1922 in Zdunska-Wola getauft. Seine Ausbildung erhielt er an der Volksakademie Zdunska-Wola 1921-1925 und im Predigerseminar Lodz 1929-1931 (laut Nachruf 1926-1929 Predigerseminar Lodz, 1929-1932 Missionar des Jugendbundes). Am 28.8.1932 wurde er in Porozow/​Wolhynien ordiniert und begann den Gemeindedienst dort von 1932 bis 1940. Im November 1939 bei der Umsiedlung in die deutschen Gebiete wurde er zu einem Lob Hitlers genötigt (Geschichte,​ 302). 1940-1945 war er in Kolmar/​Posen,​ dazwischen Militärdienst als Sanitäter und Gefangenschaft. Nach dem Krieg wurde er Gründer und Pastor der Flüchtlingsgemeinde Lüchow-Dannenberg 1945-1956. Die Gemeinde wuchs durch Zuzug vieler Flüchtlinge zunächst auf etwa 350 Mitglieder, die vor allem aus Ost- und Westpreußen,​ Polen, Wolhynien, der Ukraine und Schlesien stammten, was ein hohes Maß an Toleranz erforderte. Aufgrund der Abwanderung aus dem wirtschaftlich schwachen Zonenrandgebiet,​ verringerte sich die Mitgliederzahl auf etwa 160, obwohl Kluttig 200 Personen taufen konnte. Kluttig selbst erhielt einen Ruf aus Edmonton/​Kanada,​ dem er mit Familie am 26.11.1956 folgte und emigrierte. In Edmonton wurde er Pastor der deutschsprachigen Zion-Baptist-Church,​ danach Pastor der Grace Baptist Church Kelowna/​British Columbia/​Kanada. Zuletzt ging er wieder nach Edmonton. In seiner Geschichte der deutschen Baptisten in Polen zitiert er gelegentlich Gottfried Liebert und häufig Eduard Kupsch.+{{  :​kluttig-robert-1.jpg?​nolink&​200x224|kluttig-robert-1.jpg}}Er wurde am 16.4.1922 in Zdunska-Wola getauft. Seine Ausbildung erhielt er an der Volksakademie Zdunska-Wola 1921-1925 und im Predigerseminar Lodz 1929-1931. Von 1926-28 Missionsgehilfe in Zdunska-Wola,​ in Kicin als stellvertretender Prediger 1928-29, im Jugendbundesdienst 1931-32 (Selbstzeugnis in Geschichte, 354) (laut Nachruf 1926-1929 Predigerseminar Lodz, 1929-1932 Missionar des Jugendbundes). Am 28.8.1932 wurde er in Porozow/​Wolhynien ordiniert und begann den Gemeindedienst dort von 1932 bis 1940. Im November 1939 nach der Umsiedlung in die deutschen Gebiete wurde er bei einem Gottesdienst ​zu einem Lob Hitlers genötigt (Geschichte,​ 302). 1940-1945 war er in Kolmar/​Posen,​ dazwischen Militärdienst als Sanitäter und Gefangenschaft. Nach dem Krieg wurde er Gründer und Pastor der Flüchtlingsgemeinde Lüchow-Dannenberg 1945-1956. Die Gemeinde wuchs durch Zuzug vieler Flüchtlinge zunächst auf etwa 350 Mitglieder, die vor allem aus Ost- und Westpreußen,​ Polen, Wolhynien, der Ukraine und Schlesien stammten, was ein hohes Maß an Toleranz erforderte. Aufgrund der Abwanderung aus dem wirtschaftlich schwachen Zonenrandgebiet,​ verringerte sich die Mitgliederzahl auf etwa 160, obwohl Kluttig 200 Personen taufen konnte. Kluttig selbst erhielt einen Ruf aus Edmonton/​Kanada,​ dem er mit Familie am 26.11.1956 folgte und emigrierte. In Edmonton wurde er Pastor der deutschsprachigen Zion-Baptist-Church,​ danach Pastor der Grace Baptist Church Kelowna/​British Columbia/​Kanada. Zuletzt ging er wieder nach Edmonton. In seiner Geschichte der deutschen Baptisten in Polen zitiert er die baptistischen Historiker (gelegentlichGottfried Liebert ​(1874) ​und (häufigEduard Kupsch ​(1932).
  
 Er war verheiratet seit 1931 mit Anastasia Beutler (zwei Kinder), seit 1935 mit Emma Jahn (gest. 1944), mit der er sechs Kinder hatte und mit Olga Jahn, die 1988 starb. (//RF//) Er war verheiratet seit 1931 mit Anastasia Beutler (zwei Kinder), seit 1935 mit Emma Jahn (gest. 1944), mit der er sechs Kinder hatte und mit Olga Jahn, die 1988 starb. (//RF//)
  
-//Lebensabriss//: ​Kluttig, Geschichte, 1973, S. 354.+//Kurzbiographie in Kluttig, Geschichte, 1973, S. 354//. 
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 +//Nachruf in Die Gemeinde 1/1996, S. 14.//
  
 Lebensdaten und Familienbild:​ [[http://​volhynia.org/​articles/​pastorfate.pdf|http://​volhynia.org/​articles/​pastorfate.pdf]] Lebensdaten und Familienbild:​ [[http://​volhynia.org/​articles/​pastorfate.pdf|http://​volhynia.org/​articles/​pastorfate.pdf]]
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 ===== Veröffentlichungen ===== ===== Veröffentlichungen =====
  
- Geschichte der deutschen Baptisten in Polen 1858–1945,​ Winnipeg/​Kanada 1973 (383 S.), darin Lebensabriss ​S. 354.+Geschichte der deutschen Baptisten in Polen von 1858–1945,​ Winnipeg/​Kanada 1973 (383 S.), darin Kurzbiographie ​S. 354, Literatur S. 381f. 
  
 ===== Literatur ===== ===== Literatur =====