Erich Franzke

Erich Franzke (* 8. Mai 1905 in Michorzewo Kreis Neutomischel/Posen; † 11. Dezember 1976 in Berlin) war Ingenieur, Gemeindeleiter in Berlin-Oberschöneweide, Gewerkschaftsfunktionär und Mitglied der Bundesleitung/DDR.

Mit 10 Jahren zog er mit seiner Mutter nach Posen (Stadt), mit 14 Jahren nach Nörenberg/Pommern. Er machte eine Lehre als Maschinenschlosser und fand ab 1923 Arbeit bei Siemens in Berlin. 1923-27 absolvierte er ein Ingenieurstudium. 1928 heiratete er Brunhilde geb. Preißler; mit ihr hatte er vier Töchter. In den 1920er Jahren wurde er in der Baptistengemeinde Berlin-Charlottenburg getauft. Später war er Mitglied in der Gemeinde Spandau, Jagowstraße. 1938 zog er nach Falkensee, 1946 nach Berlin-Johannisthal. Hier wurde er Mitglied der EFG Berlin-Oberschöneweide, der er von 1951-71 als Gemeindeleiter diente. Er engagierte sich in der Sonntagsschularbeit, als Sonntagsschulpfleger der Vereinigung Berlin-Brandenburg-Mecklenburg und als Mitglied der Vereinigungsleitung. Er pflegte Kontakte zu den Behörden und zur Arbeitsgruppe Christliche Kreise der Nationalen Front für die Vereinigung. Er wurde Gewerkschaftsfunktionär des FDGB, Vorstand der IG-Metall und Mitglied der Bundesleitung. 1969-1972 war er stellvertretender Vizepräsident des BEFG-DDR.(Reinhard Assmann)

Aufzeichnungen von Siegfried Schmidtmann und Werner Piel (Privatarchiv R. Assmann).

R. Assmann, Der BEFG in der DDR. Ein Leitfaden zu Strukturen - Quellen - Forschung (Baptismus-Studien 6), Kassel 2004, S. 24.181.