Gottfried Wilhelm Lehmann

Gottfried Wilhelm Lehmann (* 23. Oktober 1799 in Hamburg; † 21. Februar 1882 in Berlin) war Lithograph und Kupferstecher und neben J. G. Oncken und J. Köbner einer der Mitbegründer des deutschen Baptismus nämlich als Gründer, Vorsteher und Prediger der ersten Baptistengemeinde in Preußen, d.h. in Berlin. Er gilt als ein Vorkämpfer für die Religionsfreiheit in Preußen sowie als Initiator und Mitbegründer der Evangelischen Allianz in Deutschland.

lehmann-gottfried-wilhelm.jpgEr wurde in Hamburg im Stadtteil St. Georg geboren. Einen Teil seiner Jugend verbrachte er in Leer bei Verwandten und fand dort zum Glauben (Hans-Volker Sadlack). Mit seinen Eltern zog er um 1813 nach Berlin, wo sein lutherischer Vater als Kupferstecher arbeitete. Lehmann absolvierte an der Akademie der Künste ein Studium der Lithographie und des Kupferstechens. Seine religiöse Heimat wurde die Berliner Erweckungsbewegung der Böhmisch-lutherischen Kirche (Johannes Jänicke) und der Herrnhuter Brüdergemeine (Bischof Anders). Er engagierte sich in deren Aktivitäten wie der Schriftenverbreitung und im Mäßigkeitsverein. Auch war er ein Freund der Heidenmission von Johannes Goßner. Mit J. G. Oncken kam er in Verbindung durch die Arbeit der Edinburger Bibelgesellschaft. Er besuchte ihn und die Gemeinde 1835 in Hamburg, brauchte aber noch zwei Jahre für die Frage nach Taufe und Gemeinde. Am 13. Mai 1837 ließ er sich bei einem Gegenbesuch Onckens in Berlin durch diesen mit fünf anderen im Rummelsburger See taufen und gründete tags darauf die Berliner Gemeinde als zweite Baptistengemeinde in Deutschland. Für sie verfasste er 1843 ein „Glaubens-Bekenntnis“. Da die kleine Gemeinde ihn nicht bezahlen konnte, trat er 1838 zur Hälfte in den Dienst der baptistischen Bostoner Missionsgesellschaft, um Ende 1843 ganz in deren Dienst einzutreten. Organisatorisch begabt, kämpfte er für die rechtliche Anerkennung der Gemeinden (die erfolgte erst 1875 für Berlin und Preußen) und bewirkte die „Vereinigung“ der Baptistengemeinden Preußens 1848 als älteste Vereinigung des entstehenden Bundes der Baptistengemeinden (1849). Als profilierter Baptist engagierte er sich stark für das Gestaltwerden der Einheit des Leibes Christi. Die Gründung des deutschen Zweiges der Ev. Allianz 1852 gemeinsam mit Pastor Eduard Kuntze geht darum auf seine Initiative zurück (sie hieß in der Anfangszeit noch Ev. Bund). Auf deren internationaler Berliner Konferenz 1857 begründete er „die Entstehung von Freikirchen angelsächsischen Ursprungs in Deutschland mit dem Hinweis auf die Situation der entkirchlichten Massen“ (G. Balders). Schon 1854 hatte er in seinem „Offenen Sendschreiben“ die Baptistengemeinden gegen den Vorwurf der Proselytenmacherei verteidigt und die ev. Kirche aufgefordert, den Baptisten nicht länger die Religionsfreiheit zu verweigern und auf die Inanspruchnahme staatlicher Mittel gegen Andersdenkende zu verzichten. 1855 gewährte der König von Preußen, Friedrich Wilhelm IV., Lehmann zusammen mit J. G. Oncken und CarlSchauffler eine Audienz, bei der sie ein Gesuch um Anerkennung der Gemeinden persönlich vortrugen. Im selben Jahr besuchte Lehmann mit Köbner die Pariser Allianzversammlung, auf der Lehmann in Sachen Religionsfreiheit das Wort ergriff (Missionsblatt 1855, Nr. 10-12). Gegenüber dem Kultusminister von Bethmann-Hollweg erklärte Lehmann „gut baptistisch und zugleich pietistisch“ (Balders) „dass das eigentliche Prinzip der Baptisten die Darstellung der Gemeine Jesu nach dem ursprünglichen Muster in der apostolischen Zeit sei und dass wir das Hauptgewicht auf die Wiedergeburt legen“. Lehmann unternahm vielfältig Reisen u.a. bis nach Ostpreußen, England, Harz und Ostfriesland, blieb aber zeitlebens Vorsteher und Prediger der Berliner Gemeinde.

Dem calvinistisch geprägten J. G. Oncken gegenüber konnte Lehmann seine aus dem Herrnhuter Pietismus stammende weitherzigere Tauf- und Abendmahlslehre nicht durchsetzen (offenes statt geschlossenes Abendmahl, Anerkennung der Kleinkindertaufe als sogenannte „Auch-Taufe“ (auf der Konferenz der Preußischen Vereinigung 1848 in Stettin, vgl. dazu Festschrift Hundert Jahre Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Hamburg-Altona I, 1871-1971, 7 [Text v. Hans Luckey] und Hans Luckey, Oekumenische Einflüsse. Wichern und die angelsächsische Erweckungsbewegung, in: Reform von Kirche und Gesellschaft 1848-1973, hg. v. H.C. von Hase und P. Meinhold, Stuttgart 1973, 164). Auch die von ihm eingeführte Kindersegnung konnte sich auf Dauer nicht durchsetzen (Luckey, Lehmann-Biographie, 1939, 69.151f).

Von Lehmann stammen vier Lieder, die in die „Glaubensstimme“ Eingang fanden: Herr, mein Hort! Dein teures Wort; Kommt, uns vereint die Jesuslieb; O Liebe, wie groß; O welche große Friedensschar (Glaubensstimme von 1950, Nr. 295, 312, 314, 431).

G. W. Lehmann war seit 1827 verheiratet mit Eleonora, geb. Eichner; mit ihr hatte er zwei Söhne (darunter Joseph) und eine Tochter. Nach dem Tod seiner Frau 1844 heiratete er 1848 Pauline, geb. Handwerk; seiner 2. Ehe entstammten zwei Söhne (darunter Johann Gerhard) und zwei Töchter.

Bedeutung: Gottfried Wilhelm Lehmann war nicht nur kluger Organisator der entstehenden Baptistengemeinden und Vorkämpfer für Religionsfreiheit und rechtliche Anerkennung der Gemeinden. Er förderte die christliche Einheit unter den Glaubenden und stellte sie über die konfessionell-spaltende Tauffrage, weil „erst das Bekenntnis zur vorgegebenen Einheit des Leibes Christi der eigenen Konfession ihre rechte Bedeutung zuweist“ (Edwin Brandt [Hg], Offenes Sendschreiben, Nachdruck 1987, 10). Lehmann konnte darum sagen, „dass einige von uns zu viel Gewicht auf die unterscheidende Lehre von der Taufe legen und zu früh damit hervortreten. Aber ich darf aufrichtig versichern, … dass das Evangelium von Jesu Christo dem Gekreuzigten der Hauptgegenstand unserer Lehre ist und dass wir für Ihn Seelen zu werben suchen“ (ebenda, S. 7). (RF)

Kurzbiographie von Günter Balders, in: G. Balders (Hg), Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, 1984, S. 349f.

Kurzbiographie in wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Wilhelm_Lehmann

Biographisches zu G.W.Lehmann siehe: Astrid Giebel, Glaube, der in der Liebe tätig wird (Baptismus-Studien 1), Kassel 2000, Register, bes. 34-37.

Biographie: Hans Luckey, Gottfried Wilhelm Lehmann und die Entstehung einer deutschen Freikirche, Kassel 1939 (205 S.).

weitere Biographien siehe Literatur

Nachlass im Oncken-Archiv Elstal.

Tagebücher (55 Bände) und Predigten (40 Bände) (vgl. J. Lehmann, Geschichte, Bd. 1, 62; H. Luckey, J.G.Oncken, ³1958, 8: „verbrannt“?).

Handbuch M. Jelten, 1997, S. 234.

siehe auch: Hans Luckey, Gottfried Wilhelm Lehmann und die Entstehung einer deutschen Freikirche, Kassel 1939, 196-198.

Wer soll getauft werden, und worin besteht die Taufe?, Leipzig (Übersetzung von Pengilly, Scripture Guide to Baptism, einem englischen Baptistenprediger, bearbeitet von G.W.Lehmann mit von ihm hinzugefügten Zitaten aus deutschen Kommentaren) (vgl. dazu J.Lehmann, Geschichte, Bd. 1, neubearbeitet v. F.W.Herrmann, (1912) ³1923, S. 237f).

Robert Haldane, Kommentar zum Römerbrief, deutsch, drei Bände (bearbeitet von G.W.Lehmann), hg. in Onckens Buchverlag Hamburg um 1840.

Glaubens-Bekenntnis der Baptisten-Gemeinde in Berlin, 1843 (vgl. dazu J. Lehmann, Geschichte, Bd. 1, 1896, 255; Hans Luckey, Gottfried Wilhelm Lehmann und die Entstehung einer deutschen Freikirche, Kassel 1939, S. 147-149; G. Balders, Werden und Wirkung von Glaubensbekenntnissen, in: Wort und Tat 1/1971, (10-15) 12; ders., Herausgefordert zum Bekenntnis, in: Die Gemeinde 1976, Nr. 29; ders., Theurer Bruder Oncken, 1978, 87f und Edwin Brandt, Vom Bekenntnis der Baptisten, in: Balders [Hg], Ein Herr, 1984, 182f).

Glaubensbekenntnis und Verfassung der Gemeinden getaufter Christen, gewöhnlich Baptisten genannt, 1847 (Mitverfasser) (vgl. dazu J. Lehmann, Geschichte, Bd. 1, 255f; G. Balders, Werden und Wirkung von Glaubensbekenntnissen, in: Wort und Tat 1971, H. 1, S. 12-14; ders., Theurer Bruder Oncken, 88-90; Edwin Brandt, Vom Bekenntnis der Baptisten, in: Günter Balders [Hg], Ein Herr, 183-186; Wiard Popkes, Gemeinde - Raum des Vertrauens. Neutestamentliche Beobachtungen und freikirchliche Perspektiven, Wuppertal und Kassel 1984 S. 162f; Carsten Claußen, Aspekte des Glaubens im NT, in: ZThG 3/1998, 266 und Günter Balders in: Uwe Swarat [Hg], Wer glaubt und getauft wird… Texte zum Taufverständnis im deutschen Baptismus, Kassel 2010, S. 179-181). Wieder abgedruckt in: J. Lehmann, Geschichte der deutschen Baptisten, Bd. 1, neu bearbeitet von F. W. Herrmann, Cassel (1912) ³1923, S. 246-262; in: J.D.Hughey, Die Baptisten. Einführung in Lehre, Praxis und Geschichte, Kassel 1959, S. 143-159 und in: H. Steubing, Bekenntnisse der Kirche. Bekenntnistexte aus 20 Jahrhunderten (TVG), Wuppertal (1985) ³1997, S. 272-282. Im Internet, ohne Belegstellen aus der Heiligen Schrift, The Reformedreader, 1999: http://www.reformedreader.org/ccc/germanbaptist.htm

Bericht über die 1. Bundeskonferenz in Hamburg 1849, in: J. Lehmann, Geschichte, Bd. 2, 1900, S. 24-35.

Über die Irvingianer, Hamburg 1853 (43 S.).

Offenes Sendschreiben an den deutschen evangelischen Kirchentag, Hamburg 1854 (20 S., vgl. dazu J. Lehmann, Geschichte, Bd. 2, 125f); zum 150jährigen Jubiläum der Berliner Baptistengemeinden neu herausgegeben und eingeleitet von Edwin Brandt, Wuppertal und Kassel 1987 (Einleitung von Edwin Brandt S. 1-19; Sendschreiben S. 21-36).

Geschichte der Gemeinen getaufter Christen (Baptisten) in Deutschland und den angrenzenden Ländern seit dem Jahre 1834, Berlin 1869 (23 S.).

Art. in NEK (Neue Ev. Kirchen-Zeitung), 1875, S. 710 (vgl. dazu K.H.Voigt, Die Heiligungsbewegung zwischen Methodistischer Kirche und Landeskirchlicher Gemeinschaft (TVG 418), Wuppertal 1996, S. 82).

Fortsetzung: Geschichte der Gemeinde getaufter Christen, in: Der Zionsbote 14/1878.

Posthum:

Zur Entstehung unseres Glaubensbekenntnisses, in: Hilfsbote 29/1909, S. 163; wieder abgedruckt in: Uwe Swarat (Hg), Wer glaubt und getauft wird… Texte zum Taufverständnis im deutschen Baptismus, Kassel 2010, S. 180f.

Biographien :

Joseph Lehmann, Gottfried Wilhelm Lehmann, Gründer und erster Prediger der Baptisten-Gemeinde in Berlin in seinem Leben und Wirken, Hamburg 1887.

Gustav Gieselbusch, G. W. Lehmann, ein Vorkämpfer der Gewissensfreiheit, in: Wort und Werk 1912, Nr. 2, S. 18-21.

Friedrich Wilhelm Simoleit, Gottfried Wilhelm Lehmann, der Gründer der Gemeinde, sein Beitrag zum Gedanken- und Lebensgut der deutschen Baptisten. Eine Skizze, in: Festschrift zur Hundertjahrfeier der Ersten Baptistengemeinde Berlin Schmidstraße 1837-1937, S. 9-16.

Hans Luckey, Gottfried Wilhelm Lehmann und die Entstehung einer deutschen Freikirche, Kassel 1939 (205 S.).

Günter Balders, Art. Lehmann, Gottfried Wilhelm, in: Neue Deutsche Biographie, Bd. 14 (1985), S. 79f: https://www.deutsche-biographie.de/gnd139654941.html#ndbcontent</font .

Wolfgang Heinrichs, Art. Lehmann, Gottfried Wilhelm, in: BBKL, Bd. IV (1992), Sp. 1364-1366: https://www.bbkl.de/public/index.php/frontend/lexicon/L/Le/lehmann-gottfried-wilhelm-61107

Rolf Dammann, Gottfried Wilhelm Lehmann, Deutschland (1799-1882), in: G. Wieske (Hg), Sie folgten Jesus nach, Bd. 2, Bornheim/Bonn 2000, S. 41-52; wieder neu in: G.Wieske (Hg), Glaubensfreiheit. Geschichten von Menschen, die Mut machen, Kassel 2020, S. 81-96.

Karl Heinz Voigt, Art. Lehmann, Gottfried Wilhelm, in: BBKL, Bd. XXIV (2005), Sp. 998-1011 (Lit.): https://www.bbkl.de/public/index.php/frontend/lexicon/L/Le/lehmann-gottfried-wilhelm-61108

Lexikonartikel:

Albert Hoefs in: RGG², Bd. 3 (1929), Sp. 1525.

Hans Luckey, Art. Baptisten, in: EKL Bd. 1 (1956/²1961), Sp. 305.

Herbert Stahl, Art. G. W.Lehmann, in: RGG³ Bd. IV (1960), S. 266.

Günter Balders, Art. Lehmann, Gottfried Wilhelm, in: Ev. Gemeindelexikon, hg. von E. Geldbach u.a., Wuppertal 1978, S. 324f.

Carsten Claußen, Art. Lehmann, G.W., in: RGG⁴, Bd. 5 (2002), Sp. 180.

Art. Lehmann, G. W., in: Deutsche Biographische Enzyklopädie der Theologie und der Kirchen, Bd. 1, München (2005), S. 837.

weitere Literatur:

J. Lehmann, Geschichte, Bd. 1, 1896, S. 11.13.41.57.59-61.63.120.123.137.155-157.164.174.176-182.186f.203.205-208.210.221.229.231.253.255-257; Neubearbeitung v. F.W.Herrmann (1912) ³1923, S. 50ff.101ff.178.190.237 (Taufbuch).238f.245; Lehmann, Geschichte, Bd. 2, 1900, S. 6f.8.21f.23ff.25.29.34f.37.43f.62ff.74.79.81.84.122-126.130f.154.156f.163.183.191f.193.196.198.206.221-225.228.242.251.263-265.277.281.295.322.327.334; F.W.Simoleit (Hg), Offizieller Bericht über den 1. Kongreß der europäischen Baptisten, Berlin 1908, S. Register; Gustav Gieselbusch, G. W. Lehmann, ein Vorkämpfer der Gewissensfreiheit, in: Wort und Werk 1912, Nr. 2, S. 18-21; Gustav Gieselbusch, Wie heilig ist diese Stätte! Geschichte der Baptistengemeinde Bethel zu Berlin 1887-1912 (Festschrift), S. 1.2; Oskar Büttner, Die ev. Freikirchen Deutschlands, Bonn 1916, S. 170f; Hans Luckey, Johann Gerhard Oncken und die Anfänge des deutschen Baptismus, Kassel 1934, Register; Fünfter Baptisten-Welt-Kongreß. Deutscher Bericht, Kassel 1934, S. 289; Friedrich Wilhelm Simoleit, Gottfried Wilhelm Lehmann, der Gründer der Gemeinde, sein Beitrag zum Gedanken- und Lebensgut der deutschen Baptisten, in: Festschrift zur Hundertjahrfeier der Ersten Baptistengemeinde Berlin Schmidstraße 1837-1937, S. 9-16 (Bild nach S. 16); Hans Rockel, Die geschichtliche Entwickelung der Gemeinde, in: Festschrift zur Hundertjahrfeier der Ersten Baptistengemeinde Berlin Schmidstraße 1837-1937, S. 21-50 und 54.61.62.84.87f.100; Glaubensstimme für Gemeinde und Haus. Notenausgabe, Kassel 1950 u.ö., Anhang: Verzeichnis der Liederdichter; G. Westin, Geschichte des Freikirchentums. Der Weg der freien christlichen Gemeinden durch die Jahrhunderte, (Upsala 1954) Kassel (1956) ²1958, Register; Donat, Entstehung, 1958, Register und S. 456.463; Hans Luckey, Johann Gerhard Oncken und die Anfänge des deutschen Baptismus, dritte, neue bearbeitete und gekürzte Aufl. Kassel 1958 (302 S.), Register und 254.255.256.258.259.261.263; J.D.Hughey, Die Baptisten. Einführung in Lehre, Praxis und Geschichte, Kassel 1959, Register; J. Meister (Hg), Bericht über den Kongress der Europäischen Baptisten 26.-31.Juli 1958 in Berlin, Kassel 1959, S. 254; Donat, Ausbreitung, 1960, Register; Oswald Eggenberger, Die Freikirchen in Deutschland und in der Schweiz und ihr Verhältnis zu den Volkskirchen, Zürich/Stuttgart 1964, S. 25; W. L. Lumpkin, Baptist Confessions of Faith, Valley Forge Revised Edition 1969, S. 401.402; Erich Beyreuther, Der Weg der Ev. Allianz in Deutschland, Wuppertal 1969, Register;

G. Balders, Werden und Wirkung von Glaubensbekenntnissen, in: Wort und Tat 1971, H. 1, S. (10-15) 12.13.14; Festschrift Hundert Jahre Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Hamburg-Altona I, 1871-1971, S. 3.5.7 („Auch-Taufe“).8.9.17.18.28.29.43 (Text: Hans Luckey); Hans Luckey, Oekumenische Einflüsse. Wichern und die angelsächsische Erweckungsbewegung, in: Reform von Kirche und Gesellschaft 1848-1973. Johann Hinrich Wicherns Forderungen im Revolutionsjahr 1848 als Fragen an die Gegenwart, hg. v. H.C. von Hase/P. Meinhold, Stuttgart 1973, S. (158-164) 164; Robert Kluttig, Geschichte der deutschen Baptisten in Polen 1858-1945, Winnipeg/Kanada 1973, S. 49.106; G. Balders, Der Bund Ev.-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland, in: Hans-Beat Motel (Hg), Glieder an einem Leib. Die Freikirchen in Selbstdarstellungen, Konstanz 1975, S. 106f.113.128; Herbert Stahl, Weltbund der Baptisten, in: Friedrich Heyer, Konfessionskunde, Berlin/New York 1977, S.(615-632) 622 (fälschlich J. Lehmann); G. Balders, Theurer Bruder Oncken, 1978, Register; E. Scheve, Dem Herrn vertrauen. Blüten und Früchte eines Lebens für Gemeinde, Mission und Diakonie, zusammengetragen v. G. Balders, Wuppertal 1979, S. 117.149; Erwin Fahlbusch, Kirchenkunde der Gegenwart (Theologische Wissenschaft Bd. 9), Stuttgart u.a. 1979, S. 162; F.H.Littell/E.Geldbach, Atlas zur Geschichte des Christentums, R.Brockhaus-Verlag o.O. (Wuppertal) 1980, S. 106; Wiard Popkes, Abendmahl und Gemeinde. Das Abendmahl in biblisch-theologischer Sicht und in evangelisch-freikirchlicher Praxis, Wuppertal und Kassel 1981, S. 21.29; M. Jelten, Dachziegel, 1984, S. 78ff.137.138.160f.164.209f; G. Balders (Hg), Ein Herr, 1984, S. 17.23.25.26.35.36.39.40.42.141.177.182f.186.198.206.207.209f.219.220.232.239.247.254.255.290-293.295; Festschrift 150 Jahre Oncken-Gemeinde 1834-1984, zusammengestellt von H. Becker, D. Kroll, E. Rockel, Hamburg 1984, S. 99.134; Bernd Rogasch, Die erste Berliner Baptistengemeinde auf dem Weg zur Erlangung der Korporationsrechte. Abschlussarbeit am Theologischen Seminar Buckow, Berlin und Buckow 1985 (Oncken-Archiv Elstal); Edwin Brandt (Hg), Offenes Sendschreiben an den deutschen ev. Kirchentag von G.W.Lehmann. Zum 150jährigen Jubiläum der Berliner Baptistengemeinden neu hg. und eingeleitet von Edwin Brandt, Wuppertal und Kassel 1987, (Einleitung) S. 1-19; Erich Geldbach, Religiöse Polemiken gegen „neue Religionen“ im Deutschland des 19. Jahrhunderts, in: J. Neumann/M. Fischer (Hg), Toleranz und Repression. Zur Lage religiöser Minderheiten in modernen Gesellschaften, Frankfurt(Main und New York 1987, S. (170-197) 179f; G. Balders, Eduard Scheve. „Handlanger und Vorangänger“. Günter Hitzemann zum 60. Geburtstag, Wuppertal und Kassel 1989, S. 17.24 (32 S.); Erich Geldbach, Freikirchen - Erbe, Gestalt und Wirkung (Bensheimer Hefte 70), Göttingen 1989, S. 123f.184; M. Jelten, Wurzeln, 1989, S. 34.94.122.133.140.171-176.177-181.189; Karl Heinz Voigt, Die Ev. Allianz als ökumenische Bewegung. Freikirchliche Erfahrungen im 19. Jahrhundert, Stuttgart 1990, Register und S. 21; Edwin Brandt, Einheit und Vielfalt - Konkretionen unserer Ekklesiologie, in: ThGespr 1/1991, S. (2-11) 4; Edwin Brandt, Art. Baptismus/Baptisten, in: ELThG, Bd. 1 (1992), S. 176; Hartmut Wahl, Das Gemeindebild der mittelalterlichen Täufer als Anfrage an unsere baptistische Gemeindepraxis, in: ThGespr 1/1992 (Festgabe für Adolf Pohl), S. (51-58) 54; Der Bund Ev.-Freikirchlicher Gemeinden. Eine Selbstdarstellung, Wuppertal und Kassel 1992, S. 46; Günter Balders, Die deutschen Baptisten und der Herrnhuter Pietismus, in: Freikirchenforschung 1993, Nr. 3, S. 26-39; Stephan Holthaus, Fundamentalismus in Deutschland. Der Kampf um die Bibel im Protestantismus des 19. und 20. Jahrhunderts, Bonn 1993, S. 275; Wayne A. Detzler, Johann Gerhard Oncken´s long road to Toleration, in: Journal of the Evangelical Theological Society (JETS) 1993, Bd. 36, H. 2, S. (229-240) 236f: https://www.etsjets.org/files/JETS-PDFs/36/36-2/JETS_36-2_229-240_Detzler.pdf; Andrea Strübind, Unfreie Freikirche, (1991) ²1995, Register; Paul Beasley-Murray/Hans Guderian, Miteinander Gemeinde bauen. Ein anderer Weg, Kirche zu sein, Wuppertal und Kassel 1995, S. 285; M. Jelten, Meilensteine. Die ersten gläubig Getauften in Nordwestdeutschland. Historische Daten chronologisch sortiert, Bremerhaven 1996, 2. Aufl., S. 33f; Karl Heinz Voigt, Die Heiligungsbewegung zwischen Methodistischer Kirche und Landeskirchlicher Gemeinschaft. Die „Triumphreise“ von Robert Pearsall Smith im Jahre 1975 und ihre Auswirkungen auf die zwischenkirchlichen Beziehungen (TVG 418), Wuppertal 1996, S. 47.77.82; G. Schüttel, Diakonie im BEFG, in: 40 Jahre Diakonische Arbeitsgemeinschaft evangelischer Freikirchen. Vertretung der „Freikirchen“ im Diakonischen Werk der EKD, 1957-1997, Stuttgart 1997, S. 83, außerdem 58f (K.H.Voigt); Karl Heinz Voigt, Ökumene in der Diakonie - 150 Jahre Anlauf!, in: Freikirchenforschung 7/1997, S. (145-153), 148; Erich Geldbach, Zur Frage der Autonomie der Ortsgemeinde im Baptismus, in: Was hast du, das du nicht empfangen hast. Dr. Eduard Schütz zum siebzigsten Geburtstag, hg. von Harald Becker u.a., Berlin 1998, S. (9-20) 17.18; Andrea Strübind, Trennung von Staat und Kirche? Bewährung und Scheitern eines freikirchlichen Prinzips, in: ZThG 4/1999, S. (261-288) 273; Erich Geldbach, Historische Hypotheken und aktuelle Schwierigkeiten auf dem Weg zu einer missionarischen Kirche in Deutschland, in: Aufbruch zu einer missionarischen Ökumene. Ein Verständigungsprozess über die gemeinsame Aufgabe der Mission und Evangelisation in Deutschland, hg. von EMW, ACK und missio, Hamburg 1999, S. (146-151) 147 (vgl. auch S. 13);

Astrid Giebel, Glaube, der in der Liebe tätig wird (Baptismus-Studien 1), Kassel 2000, Register, bes. 34-37; Astrid Giebel, Diakonie im deutschen Baptismus. Perspektiven und Berührungsflächen mit der Geschichte der Inneren Mission, in: Freikirchenforschung Nr. 10/2000, S. (293-310) 306; Rolf Dammann, Gottfried Wilhelm Lehmann, Deutschland (1799-1882), in: G. Wieske (Hg), Sie folgten Jesus nach, Bd. 2, Bornheim/Bonn 2000, S. 41-52; Franz Graf-Stuhlhofer, Öffentliche Kritik am Nationalsozialismus im Großdeutschen Reich. Leben und Weltanschauung des Wiener Baptistenpastors Arnold Köster (1896-1960), Neukirchen-Vluyn 2001, S. 35.74f.89; Hero Jelten, Der frühe Baptismus in Ostfriesland bis zum Anschluss an Preußen (1867), in: Freikirchenforschung 2001, Nr. 11, S. (51-67) 52; Ulf Beiderbeck, Frei und geborgen (Baptismus-Studien 3), Kassel 2002, S. 9f.45.46.47.48.64.65.69; Karl Heinz Voigt, Freikirchen in Deutschland (19. und 20. Jahrhundert) (Kirchengeschichte in Einzeldarstellungen III/6), Leipzig 2004, S. 56.125.128.130f; Ken Manley, „Planted in a new land“: German Baptists in Australia (C. 1860-1914), in: Lena Lybaek, Konrad Raiser, Stefanie Schardien (Hgg), Gemeinschaft der Kirchen und gesellschaftliche Verantwortung. Die Würde des Anderen und das Recht anders zu denken. Festschrift für Prof. Dr. Erich Geldbach, Münster 2004, S. 110.117.120; K. H. Voigt, Die „Homburg Conference“ für Religionsfreiheit von 1853. Eine frühe Menschenrechtsinitiative, in: Lena Lybaek u.a., ebenda, S. 493.497.500.501; Karl Heinz Voigt, in: Menschenrechte für Minderheiten in Deutschland und Europa. Vom Einsatz für Religionsfreiheit durch die Evangelische Allianz und die Freikirchen im 19. Jahrhundert, idea-Dokumentation 3/2004 (Wiederabdruck des BBKL-Art. zu G.W.Lehmann); Erich Geldbach u.a. (Hgg), Religionsfreiheit. Festschrift zum 200. Geburtstag von Julius Köbner, Berlin 2006, S. (65-92) 67.68.69f.71.72; Karl Heinz Voigt, Religionsfreiheit bei Baptisten und Methodisten in Deutschland. Versuch eines Vergleichs, in: ebenda, S. (295-324) 296-306.323; Andrea Strübind, Warum die Wege sich trennten. Der Streit um das Taufverständnis in der Entstehungszeit der Baptisten und der Freien ev. Gemeinden in Deutschland, in: ZThG 12/2007, S. (241-271) 246.250 A. 46.258.259.260.261.268 A. 109 (auch in: D. Lütz [Hg], „Die Bibel hat die Schuld daran…“, 2009, [302-337] 309.313 A. 46.323.324.325.326.327.335 A. 109; Kim Strübind, Ist die Taufe ein „Gehorsamsschritt“?. Das Dilemma der baptistischen Tauflehre und Taufpraxis, in: ebenda, S. (166-191) 174; Herbert Strahm, Reaktionen der deutschen Staaten auf die entstehenden Freikirchen, in: Freikirchenforschung 17/2008, S. (11-38) 15-19.23.36; Frank Fornaçon, Zwischen Weltflucht und Weltverantwortung. Baptisten als Minderheit auf der Suche nach ihrer politischen Heimat. 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Eine Exkursion durch die Geschichte des Baptismus in Berlin, von den Anfängen im Jahre 1837 bis in die jüngere Vergangenheit, Hamburg 2018; Martin Rothkegel/Reinhard Assmann (Hg), Eine freie Kirche in einer freien Gesellschaft. Freikirchliche Perspektiven auf das Verhältnis von Kirche und Staat (Schriftenreihe des Berliner Instituts für vergleichende Staat-Kirche-Forschung 30), Berlin 2019, S. 239; Thomas Kaufmann, Die Täufer. Von der radikalen Reformation zu den Baptisten (C.H.Beck, Wissen 2897), München 2019, S. 105; Michael Schroeder, Janz weit draußen, in: gewagt! mündig leben. Taufe - Freiwilligkeit - Religionsfreiheit. Themenjahr 2020, Hg. 500 Jahre Täuferbewegung 2025 e.V., S. 108f, vgl. dazu auch 21; vgl. auch wikipedia-Art. Gottfried Wilhelm Lehmann.

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