Helmut Deschner

Helmut Deschner (* 16. April 1924 in Gefell/Vogtland; † 16. Februar 1995 in Wiehl/Rheinland) war Landwirt, stand im Reisedienst der Brüdergemeinden in der DDR, leitete ein Altenheim in Mecklenburg und war zuletzt Pastor in Thüringen.

Er wuchs in einem gläubigen Elternhaus auf, wurde zum Landwirt ausgebildet, dann zum Gutsverwalter. Er übernahm die elterliche Landwirtschaft in Gefell. Verheiratet war er mit Irmgard Trommer, die mit ihm 13 Jahre im Altersheim in Crivitz in der Leitung arbeitete. Sie hatten vier Kinder. Als Soldat kam er im Zweiten Weltkrieg zum Glauben. Im Oktober 1944 ist er von Friedrich Schaper in der Baptistengemeinde in Gotha getauft worden. 1948-1949 und 1956-1957 besuchte er die Bibelschule Wiedenest mit dem Wunsch, in die Mission zu gehen. Von 1960 bis 1964 stand er im Reisedienst der Brüdergemeinden. 1964 bis 1976 leitete er das Christliche Altersheims Elim in Crivitz/Mecklenburg. Er arbeitete mit in der Arbeitsgemeinschaft für Suchtgefahren (AGAS). 1976 bis 1980 diente er als Pastor in der EFG Meiningen/Thüringen und von 1980 bis 1988 als Pastor in der EFG Sonneberg/Thüringen, wo seine Frau das Altersheim „Friede“ bis 1992 leitete. (Reinhard Assmann/Friedhilde Hosche)

G. Brachmann: „Ich bin alt gewesen …“. Vom Dienst unseres Altersheimes „Elim“ in Crivitz, in: Wort und Werk 11/1976, S. 5f; R. Assmann, Der BEFG in der DDR. Ein Leitfaden zu Strukturen - Quellen - Forschung (Baptismus-Studien 6), Kassel 2004, S. 32.