Hildegard Krusemark

Hildegard Krusemark (* 6. Oktober 1907 in Kiel; † 18. Mai 1998 in Berlin) war Bethelschwester seit 1933 und zuletzt Hausmutter/leitende Schwester im Erholungsheim Buckow/Märkische Schweiz, das von 1959 bis 1986 das Theologische Seminar in der DDR beherbergte.

hildegard_krusemark-1.jpgVon 1922 bis 1933 arbeitete sie als Haushaltshilfe in verschiedenen Familien. Ihre Taufe empfing sie am 3.8.1924 in Neuruppin durch Prediger Wißtoff. 1933 trat sie ein in das Diakoniewerk Bethel und wurde 1941 durch Direktor Meister eingesegnet. 1933-35 erhielt sie die Krankenpflegeausbildung im Krankenhaus Königswartha und in Berlin-Lichterfelde. 1936-39 arbeitete sie in der Ohrenklinik der Universität Halle/Saale. 1939-40 übte sie diverse kriegsbedingte Vertretungen aus, u.a. in Tabea/Lodz. 1940-45 war sie Gemeindeschwester in Königsberg-Sackheim. 1945-48 lebte sie in der Internierung in Dänemark. 1948-52 diente sie als Gemeindeschwester in Schneeberg/Erzgebirge. 1952-59 war sie als Gemeindeschwester in Leipzig tätig. 1960-1989 lebte und diente sie als Hausmutter und leitende Schwester von Bethel in Buckow/Märkische Schweiz (bis 1986 Theologisches Seminar). Ab 28.12.1989 lebte sie im Ruhestand. (Reinhard Assmann/Hartmut Wahl)

Bethel-Archiv, Berlin: Lebenslauf vom 10.1.1933; Lebensdaten (1993); Traueranzeige 1998.

Dienet dem Herrn mit Freuden. 75 Jahre Dienst des Diakonissenmutterhauses Bethel, Berlin 1962, S. 6f.60.112.121; 100 Jahre evangelisch-freikirchliches Diakoniewerk Bethel-Berlin 1887-1987, S. 38; Ulrich Materne/Günter Balders (Hg.), Erlebt in der DDR. Berichte aus dem BEFG, Wuppertal/Kassel 1995, S. 392; Die Gemeinde 13/1998, S. 31 (Nachruf); R. Assmann, Der BEFG in der DDR. Ein Leitfaden zu Strukturen - Quellen - Forschung (Baptismus-Studien 6), Kassel 2004, S. 31.199.

Bildnachweis: Brigitte Schulze, geb. Krusemark, Wolfsburg