Erna Packieser

Erna Packieser (* 8. Juli 1902 in Waldau/Königsberg; † 14. Juli 1998 in Berlin) war Bethel-Diakonisse und Waisenschwester des Bundes.

1913 wurde sie in Königsberg-Sackheim getauft. Ihr Eintritt ins Bethel Diakoniewerk Berlin erfolgte 1923. Ihre Ausbildung erhielt sie 1924-1926 im Krankenhaus Königsberg und war dann bis 1928 in der Privatpflege beschäftigt. 1928-1935 arbeitete sie als Gemeindeschwester in Berlin, Gubenerstraße, und 1935-1939 als Reiseschwester und Bundesjugendschwester. Von 1938/39 bis 1957 war sie in der Waisenarbeit des Bundes tätig. Dazwischen, 1940/41, machte sie Vertretungsdienste u.a. in Neuruppin und Schöneberg. Sie soll gegen die Gestapo gehandelt haben. Nach 1945 gehörte die Waisenarbeit des Mutterhauses Berlin zu ihren Aufgaben. Insbesondere betreute sie 409 Waisenkinder in Berlin und der Ostzone „in ihrer bekannt praktischen und energisch zugreifenden Art“ (Bk-Protokoll, 1949). September 1957 bis Mai 1958 arbeitete sie in Süddeutschland. Seit 1958 lebte sie wieder im Mutterhaus in Berlin. Sie war fast 20 Jahre die Waisenschwester des Bundes. (RF nach Hinweis von Frank Fornaçon)

Archiv Bethel, Berlin (Verstorbene Bethelschwestern 1.33).

Der Bundeswaisendienst in der Ostzone, in: Mitteilungen aus der Bruderhilfe 8/1949, S. 18f.

Bundeskonferenzprotokoll 1949.

Jahrbuch 1937, S. 23; Jahrbuch 1938, S. 3.20.103; Dienet dem Herrn mit Freuden. 75 Jahre Dienst des Diakonissenmutterhauses Bethel, Berlin o.J. (1962), S. 45.111.122; Festschrift 100 Jahre Tabea 1899-1999, Hamburg 1999, S. 139; Astrid Giebel, Glaube, der in der Liebe tätig wird (Baptismus-Studien 1), Kassel 2000, S. 280.