Paul Harnisch

Paul Harnisch (* 28. April 1871 in Tägerwillen/Konstanz; † 19. Juli 1925 in Düsseldorf) war Holzbildhauer und Kaufmann, der Diakon und Ältester wurde und richtungweisende Vorträge auf Bundeskonferenzen hielt. Vorsitzender des Jünglingsbundes und Mitarbeiter der Bundesverwaltung.

paul_harnisch.jpgDer Sohn von Julius Harnisch erhielt eine gute Schulbildung. Nach dem Gymnasiumsbesuch erlernte er das Holzbildhauerhandwerk, danach arbeitete er als Kaufmann. 1886 von F. W. Herrmann in Stuttgart getauft, ging er später zur Viktoria-Versicherung in Berlin, wo er in leitende Positionen aufrückte. Er war Diakon der Gemeinde Berlin-Schmidstraße und dann Ältester in Frankfurt, wohin er 1898 übergesiedelt war. Daneben war er leitendes Mitglied der verschiedenen Bundesverwaltungen. Seine Vorträge auf den Bundeskonferenzen waren richtungsweisend: 1912 Unsere Kinder mit höherer Schulbildung, 1921 Die Predigerfrage. Der Jünglingsbund hatte in ihm einen viel verehrten Vorsitzenden (1911-1920). Auch der Verwaltung deutscher Baptistenmissionen gehörte er an und führte einige Jahre die Geschäfte der Verlagskommission. 1921 zog er nach Düsseldorf. (bisher unveröffentlichte Kurzbiographie von 1984)

Verschiedene Artikel in Wahrheitszeuge, Hilfsbote und Wort und Werk.

Frankfurt a.M., in: Wahrheitszeuge 1905, H. 49, S. 390f.

Rundschau. Bedarf der Laie zur Erinnerung der christlichen Erkenntnis des Theologen? 16 Leitsätze aus einem Vortrag von Prof. D. Bornhäuser-Marburg, in: Hilfsbote 1909, S. 145f.

Sprechsaal. Die Ausbildung und Fortbildung der „Helfer“ in unseren Gemeinden, in: Hilfsbote 1909, S. 186-190.

Die Geschichtlichkeiten des Johannes-Evangeliums, in: Hilfsbote 1910, S. 6-10.

Literaturbericht. Ein neues Handbuch der neuesten Kirchengeschichte, in: Hilfsbote 1910, S. 10-14.

Aus der Bundesarbeit, in: Wort und Werk 1912, Nr. 3, S. 42f.

An die Freunde der Soldatenmission!, in: Wort und Werk 1912, Nr. 10, S. 156-157 (zusammen mit Johannes Rehr).

Das Problem: unsere Kinder mit besserer Schulbildung, Kassel 1912 (31 S.). (Vgl. dazu Siegfried Großmann, Freikirchenforschung 7/1997, S. 1)

Unsere Stellung zum „Spiritismus“, in: Wahrheitszeuge 1920, H. 10, S. 76-78; H. 11, S. 83f.

Unser Problem: die Predigerfrage. Referat für die Bundesversammlung in Altona 1921, Kassel 1921 (15 S.).

Johann Gerhard Lehmann. Ein Nachruf, in: Wahrheitszeuge 1922, H. 19, S. 142f.; H. 20, S. 150.

Lehr sie halten alles… (Matthäus 28, 20), in: Wahrheitszeuge 1922, H. 21, S. 153f.

Sakrament und Bundesstiftung Jesu Christi, in: Wahrheitszeuge 1922, H. 42, S. 321.

Gute Werke und Seligkeit aus Gnaden, in: Wahrheitszeuge 1922, H. 44, S. 337.

Die „Heiligen“ und die Gottesanbetung, in: Wahrheitszeuge 1922, H. 46, S. 353.

Was uns Samuel Knappe war, in: Wahrheitszeuge 1923, H. 27, S. 198.

Konferenz der Rheinisch-Westfälischen Vereinigung, in: Wahrheitszeuge 1923, H. 31, S. 230.

Die Gemeinde - ein Bienenstock, in: Wahrheitszeuge 1923, H. 51/52, S. 381f; 1924, H. 1, S. 2f; H. 2, S. 14f.

Festschrift zur 25. Versammlung des Bundes deutscher Baptistengemeinden, 1924.

25jähriges Jubiläum unseres Schriftleiters (A. Hoefs), in: Wahrheitszeuge 1924, H. 26, S. 205.

Jahrbuch 1925; Wahrheitszeuge 1925, Nr. 31 und 32; F.W.Simoleit, Paul Harnisch, in: Wahrheitszeuge 1925, Nr. 33, S. 258-260; Rheinische Traube 1925, Nr. 9; Jungbrunnen 1925, Nr. 9; Donat, Ausbreitung, Register; G. Balders (Hg), Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe. 150 Jahre Baptistengemeinden in Deutschland 1834-1984. Festschrift, Wuppertal/Kassel 1984, S. 70; Siegfried Großmann, Freikirchen zwischen Bildungsfeindlichkeit und Bildungsbegeisterung, in: Freikirchenforschung 7/1997, S. 1.

Bildnachweis: Oncken Verlag 1960 / Oncken-Archiv Elstal