Walter Paulo

Walter Paulo (* 12. August 1912 in Potsdam; † 25. September 1994 in Usseln/Waldecker Upland) war Pastor und Schriftleiter im Oncken-Verlag Kassel.

walter_paulo.jpgEr begann als Hauslehrer in Schlesien und studierte dann am Seminar Hamburg 1933-1936. Er wurde Pastor in Westerstede 1936-1947, „durch den Krieg unterbrochen aus dem er als Schwerverletzter heimkehrte“. In Kassel-Möncheberg arbeitete er als Gemeindepastor von 1947 bis 1954 und zugleich als Gemeindeleiter bis 1959. Danach wurde er Schriftleiter im Oncken-Verlag Kassel (Schriftleiter „Die Gemeinde“) von 1954 bis 1963 und war „der letzte der sich in seinen Leitartikeln als ´Schmied` verstand“ (W. Müller). Daran schlossen sich an Gemeindedienste in Mannheim 1963-1969 und in Hofgeismar bis zum Ruhestand 1977. Zuletzt diente er der Gemeinde Korbach. Seit 1937 war er verheiratet mit Luise, geb. Neese, mit der er zwei Kinder hatte. Wolfgang Müller beschreibt ihn als „Bruder, Freund, Vater in Christus und vor allem Seelsorger … nach Berufung und Begabung Verkündiger und Lehrer des Wortes Gottes. Immer streng am Text orientiert verstand er es, die biblische Botschaft aktuell weiterzusagen.“ Er vermittelte „vor allem aber persönliche Betroffenheit“ (W. Müller). (RF)

Artikel in Junge Mannschaft, Die Gemeinde (vor allem Rubrik „Aus der Schmiede“) und Wort und Tat.

Zum Hamburger Streit (Mit ausführlichem Verzeichnis des Materials), Hamburg 1935 (Seminarabschlussarbeit).

Hundert Jahre Gemeinde Kassel. Bericht von der Hundertjahrfeier am 6. und 7. Dezember 1947 der EFG (Baptisten), 1947; wieder abgedruckt in: Wenn eure Kinder später einmal fragen. Festschrift 150 Jahre EFG Kassel-Möncheberg, 1997, S. 72-75.

Hundert Jahre Gemeinde Kassel, in: Die Gemeinde 3/1948, S. 22.

Zweite Wuppertaler Jugendwoche 11.-18. April 1948, in: Die Gemeinde 7/1948, S. 55.

Das Thema Krieg: eine Wahnsinnsrechnung - der Teufelskreis - die große Amnestie, in: Junge Mannschaft 1950, Nr. 2, S. 11-12.

Der Unterschied, in: Junge Mannschaft 1950, Nr. 8, S. 3-5.

Der Angriff auf den Menschen: Ermüdungstaktik, in: Junge Mannschaft 1950, Nr. 10, S. 8f.

Warum lehnst du Jesus Christus ab?, in: Junge Mannschaft 1951, Nr. 9, S. 4-5.

Die Gemeinde 1952, S. 211.

Gespräch mit Strafgefangenen, in: Die Gemeinde 1953, S. 213f.

Vom Sinn des Abendmahls (nach 1. Korinther 11, 23-24), in: Die Gemeinde 1953, S. 374f.

Ist unter uns wirklich Vollmacht zum persönlichen Zeugnis im Auftrag Christi?, in: Führ uns, o Herr, zu gläubigem Gehorsam. Vorträge zur Bundeskonferenz Evang.-Freikirchlicher Gemeinden 1954 in Hamburg, Kassel o.J. (1954), S. 46-64; auch in: Die Gemeinde 1954, Nr. 21.

Erlebte Brudergemeinschaft. Theologische Woche in Hamburg v. 14. - 19. April 1955, in: Die Gemeinde 1955, Nr. 11, S. 166-168.

Bericht vom Weltkongress in Tagebuchnotizen, in: Die Gemeinde 1955, Nr. 16, S. 244-246; 2. Teil, Nr. 17, S. 259-261.

Übersetzung aus dem Englischen: G. Robinson, S. Winward, Christsein - nicht nur Sonntags! Kann man das? Ein Handbuch des neuen Lebens, Kassel 1955 (116 S.).

Artikel in „Die Gemeinde“ über den Kongress der Europäischen Baptisten 1958 in Berlin, in: J. Meister (Hg), Bericht über den Kongress der Europäischen Baptisten 26.-31.Juli 1958 in Berlin, Kassel 1959, S. 281-283.

Predigtkirche oder lebendige Gemeinde, in: Die Gemeinde 9/1959.

Jairus auf der Konferenz – dein Spiegelbild?, in: Wort und Werk 1960, Nr. 10, S. 1f (zu Mk 5, 21-24.35-42).

Zeichen der Zeit (zum Eichmann-Prozess, EKD-Synode, Judentum in Deutschland, Gründung des Instituts „Kirche und Judentum“ in Berlin), in: Die Gemeinde 12/1961, S. 12.

Auch eine Predigtnot, in: Wort und Tat 1964, Nr. 9, S. 290.

Buchbesprechung: H.Thielicke, Sex. Ethik der Geschlechtlichkeit (1966), in: Semesterzeitschrift 13, Kassel 1967, S. 35f.

Das Pfingstwunder: Der neue Mensch (aus Apostelgeschichte 2), in: Die Gemeinde 20/1970, S. 1.

Meine Erfahrungen mit der Bibel, in: Die Gemeinde 16/1971, S. 2.

„Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist…“ (Micha 6, 1-8). Biblische Besinnung zur Eröffnung des Theologischen Arbeitstages in Stuttgart am 22.Mai 1971, in: Die Gemeinde 29/1971, S. 1f.

Verzicht auf Gemeinschaft (1. Mose 13, 5-18), in: Die Gemeinde 30/1971, S. 1.

Flucht und Umkehr (1. Mose 16, 1-16), in: Die Gemeinde 31/1971, S. 1.

Der freie Knecht (1. Mose 24, 1-67), in: Die Gemeinde 32/1971, S. 1.

Zwischen Wunsch und Wirklichkeit: Das geistliche Gespräch, in: Die Gemeinde 19/1978, S. 27.

Vom Segnen (I-III), in: Die Gemeinde 1979, Nr. 1-3, S. 4.

Einladung zum Gebet. Bibelarbeit über Lukas 11, 9-13, in: Blickpunkt Gemeinde 1/1982, S. 2-4.

Jahrbuch 1938, S. 29; Festschrift 75jähriges Jubiläum des Predigerseminars Hamburg-Horn, 1955, S. 56; J. Meister (Hg), Bericht über den Kongress der Europäischen Baptisten 26.-31.Juli 1958 in Berlin, Kassel 1959, S. 289f; G. Balders (Hg), Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe. 150 Jahre Baptistengemeinden in Deutschland 1834-1984. Festschrift, Wuppertal/Kassel 1984, S. 135.145f.146.153.154.261.312.313; Festschrift 150 Jahre Oncken-Gemeinde 1834-1984, zusammengestellt von H. Becker, D. Kroll, E. Rockel, Hamburg 1984, S. 107; Wolfgang Müller, Nachruf in: Die Gemeinde 44/1994, S. 14; Wenn eure Kinder später einmal fragen. Festschrift 150 Jahre EFG Kassel-Möncheberg, 1997, S. 39.70.72-75.77 (mit Foto).79; Manfred Bärenfänger, „Spannende“ baptistische Kirchengeschichte. Sehr persönliche Gedanken, in: ZThG 4/1999, S. (238-251) 244f; Judenchristliche Mitglieder in Baptistengemeinden im „Dritten Reich“, in: ThGespr Beiheft 12 (2012/2019), S. 61: http://www.theologisches-gespraech.de/archiv?start=21

Bildnachweis: Festschrift EFG Kassel-Möncheberg 1997 / Archiv EFG Kassel-Möncheberg