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Karl Räuber

Karl Räuber (* 1902; † 8. April 1975 Crivitz/Mecklenburg) war von Beruf Lehrer dann Reiseprediger der Brüdergemeinden in der DDR und schließlich Lehrer an der Bibelschule in Burgstädt.

Karl Räuber war von Beruf Lehrer. Er kam zum Glauben durch seine spätere Ehefrau. Mit ihr fand er in Altenburg/Thüringen in der Christlichen Versammlung eine geistliche Heimat und war bald recht aktiv. Nach sieben Jahre Militärdienst im Zweiten Weltkrieg nahm er seinen Lehrerberuf nicht wieder auf, sondern ließ sich in den vollzeitlichen Dienst als Reiseprediger der Brüdergemeinden in der DDR berufen. Mit großem Engagement diente er der Jugend und nahm Verkündigungsdienste in vielen Brüdergemeinden der DDR wahr. Den ständigen Anforderungen des Reisedienstes – besonders in den Nachkriegsjahren – war er gesundheitlich nicht lange gewachsen. Nach längerer Krankheitszeit nahm er danach einen Ruf in die Lehrtätigkeit an der neugegründeten Bibelschule in Burgstädt an. Zehn Jahre war er in diesem Dienst in Burgstädt. 1973, fast siebzigjährig, zog er mit seiner Frau ins Altersheim „Elim“ in Crivitz (Mecklenburg) und war dort im Verkündigungsdienst und in der Seelsorge sehr bald „ein geschätzter und geliebter Mitarbeiter“ (Brachmann). Am Karfreitag 1975 sprach Karl Räuber auf der Vielauer Osterkonferenz vor vielen Brüdern aus den DDR-Brüdergemeinden. Keiner ahnte, dass dies sein Abschiedswort sein würde. Auf der Rückreise von Sachsen nach Mecklenburg starb er durch einen Herzinfarkt. Am 12. April 1975 wurde er in Crivitz beerdigt. (Hartmut Wahl)

Gerhard Brachmann, „Ein Mann in Gottes Gnaden. Abschied von Karl Räuber in Crivitz“, in: Wort und Werk, 1975/5, S. 5.

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  • von rfleischer