Wolfgang Müller

Wolfgang Müller (* 16. Januar 1930 in Raststatt; † 13. Januar 2008 in Kassel) war Pastor, Theologe, Journalist. Er arbeitete als Chefredakteur der „Gemeinde“ in Kassel und als freikirchlicher Referent in der Ökumenischen Centrale der ACK in Frankfurt.

wolfgang_mueller.jpgEr stammte aus einem nichtchristlichen Elternhaus. Als Heranwachsender der Nachkriegsgeneration vollzog er eine bewusste Hinwendung zu Jesus Christus. Er absolvierte ein Studium der Theologie in Erlangen, Tübingen, New York und Hamburg 1949-1955. Danach wirkte er als Gemeindepastor in München 1955-1958, Kassel/Treysa 1958-1964 und Remscheid 1964-1966. Er erhielt eine Anstellung im Oncken-Verlag Kassel 1966-1968. Als Pastor in Wermelskirchen diente er von 1968 bis 1975. 1970 begann er seine journalistische Tätigkeit nebenamtlich als einer von zwei Redakteuren der Ev. Nachrichtenagentur idea in Wetzlar. Als Chefredakteur der Zeitschrift „Die Gemeinde“ arbeitete er wieder im Oncken-Verlag Kassel von 1975 bis 1986. Anschließend wurde er freikirchlicher Referent in der ökumenischen Centrale der ACK in Frankfurt 1986-1993. 1993 trat er in den Ruhestand, blieb aber Pastor in der EFG Siegen-Weidenau, die er von 1989-1996 betreute. Seinen Ruhestand verbrachte er in Kassel. Er war verheiratet mit Hildegard, geb. Schmidt und hatte mit ihr vier Kinder. (RF)

Todesanzeige: https://trauer.hna.de/traueranzeige/wolfgang-mueller-77

Zeitzeugen-Interview vom 12.6.2002 (Oncken-Archiv Elstal).

Reinhard Schwarz, Wo wir Christus suchen, finden wir einander! (Interview mit Wolfgang Müller), in: Die Gemeinde 13/1993, S. 6.

Viele Artikel als Schriftleiter in Die Gemeinde (1975-1986), auch in Wort und Tat und Materialdienst der Ökumenischen Centrale.

Die Lehre der Hutterischen Brüder im 16./17. Jahrhundert (Abgangsarbeit Theologisches Seminar Hamburg 1955).

Amt oder Dienst (I-II), in: Die Gemeinde 1960, Nr. 6+7.

Der Talmud, in: Wort und Tat, 1964, Nr. 4, S. 111f; auch in: Wort und Tat. Arbeitsmaterial für den Pastor 15, Berlin 1971.

Trennung von Staat und Kirche, in: Wort und Tat, 1965, Nr. 2, S. 50-52.

Die Bibelmissionarische Arbeit der Freikirchen in Deutschland, in: Die Bibel in der Welt 1966, S. 39-43.

Die Autorität der Heiligen Schrift in einer Zeit des Unglaubens, in: Die Gemeinde 8/1970, S. 3.

Rezension von „Holm-Dieter Roch, Naive Frömmigkeit der Gegenwart. Eine kritische Untersuchung der Schriften Werner Heukelbachs“, in: Wort und Tat 1/1971, S. 33f.

Was bedeutet Jesus Christus in meinem Leben?, in: Die Gemeinde 5/1971, S. 2.

Rezension von „Theologisches Begriffslexikon zum Neuen Testament“, 10. und 11. Lieferung (Presbyter, Seele, Taufe), in: Wort und Tat 5/1971, S. 165f.

Schutzlos. Kommentar zur Fristenregelung, in: Anstöße Nr. 2, 1974, (2 S.).

In eigener Sache. Ein persönliches Wort des neuen Schriftleiters, in: Die Gemeinde 33/1975, S. 2f.

300 Jahre „Pilgerreise“ (John Bunyan), in: Die Gemeinde 41/1978, S. 8.

Wie man als Gemeinde in die Zeitung kommt, in: Blickpunkt Gemeinde 1/1981, S. 15-17.

Schlussstrich und Neubeginn (Kommentar zum Hamburger „Schuldbekenntnis“), in: Die Gemeinde 36/1984, S. 2 (wieder abgedruckt in: ZThG 8/2003, S. 320f.).

Vom Wert schriftlicher Publikationen, in: Blickpunkt Gemeinde 2/1985, S. 3-5.

Von der Kunst, zwischen allen Stühlen zu sitzen. Erfahrungen eines freikirchlichen Redakteurs aus zehn Jahren. Vortrag anlässlich der Fachbereichskonferenz des Fachbereichs V, Zeitschriften, im Gemeinschaftswerk der Ev. Publizistik, gehalten am 17. Oktober 1985 in Dorfweil/Taunus (maschinenschriftlich, 12 S., Oncken-Archiv Elstal).

Trennt uns die Taufe? Gesichtspunkte zum gegenwärtigen Taufgespräch aus baptistischer Sicht, in: Materialdienst der Ökumenischen Centrale, Frankfurt Juni 1987, Nr. 9 (9 S.).

Das prophetische Zeugnis der Gemeinde (Wiehler Herbstkonferenz 1987), Manuskript 35 S. (Archiv EFG Wiehl).

Eine bunte geistliche Palette. Die geistliche Situation in den Kirchen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen, in: Blickpunkt Gemeinde 3/90, S. 2-5.

Freikirchen und die innerdeutsche Ökumene. Ein Rückblick, in: Ökumenische Rundschau 42/1993, S. 237-244.

Weitere Literatur siehe Astrid Giebel, Diakonie, 2000, S. 341.359.

Ökumene:

Trennt uns die Taufe? Gesichtspunkte zum gegenwärtigen Taufgespräch aus baptistischer Sicht, in: Materialdienst der Ökumenischen Centrale, Frankfurt Juni 1987, Nr. 9 (9 S.).

Eine bunte geistliche Palette. Die geistliche Situation in den Kirchen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen, in: Blickpunkt Gemeinde 3/90, S. 2-5.

Freikirchen und die innerdeutsche Ökumene. Ein Rückblick, in: Ökumenische Rundschau 42/1993, S. 237-244.

vgl. auch Frank Fornaçon, Baptisten und die Ökumene, 2017: https://www.baptisten.de/fileadmin/bgs/media/dokumente/Fornacon_Baptisten-und-die-O-kumene.pdf

G. Balders (Hg), Ein Herr, 1984, S. 121.321.329; Wenn eure Kinder später einmal fragen. Festschrift 150 Jahre EFG Kassel-Möncheberg, 1997, S. 40; Nachruf in Die Gemeinde 3/2008, S. 27; Uwe Swarat (Hg), Wer glaubt und getauft wird… Texte zum Taufverständnis im deutschen Baptismus, Kassel 2010, S. 198; Klaus Rösler, Der mit dem notebook. Erinnerungen eines Redakteurs, in: Die Gemeinde 9/2016, S. 20; Erich Geldbach, In ökumenischer Verpflichtung: Ein Vierteljahrhundert Freikirchenforschung, in: Freikirchenforschung 25/2016, S. (115-128) 117f.119; W. Weist/R. Assmann, Dass das Wort des Herrn laufe und gepriesen werde. Die Schrifttumsarbeit im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in der DDR (Baptismus-Dokumentation 7), Elstal/Norderstedt 2017, S. 213.282; vgl. auch Frank Fornaçon, Baptisten und die Ökumene, 2017: https://www.baptisten.de/fileadmin/bgs/media/dokumente/Fornacon_Baptisten-und-die-O-kumene.pdf

Bildnachweis: Archiv EFG München-Holzstraße