Alfred Hess

Alfred Hess (* 21. Februar 1864/20. Februar 1865 in ?; † 3. Mai 1944 in Ermreuth) war zuerst Pfarrer der lutherischen Kirche dann Baptistenprediger und wurde Lehrer am Seminar in Hamburg. Er verfasste mehrere Zeitschriftenaufsätze und gab Broschüren heraus.

alfred-hess-2.jpgNach 14 Jahren im Dienst als Pastor der lutherischen Landeskirche entschloss sich Hess zur Glaubenstaufe in einer Baptistengemeinde. Er diente als Reiseprediger der hessischen Vereinigung, dann wurde er 1904-1906 Prediger in Stuttgart. Von 1906-1914 war er Lehrer am Seminar in Hamburg, suchte mit Gustav Gieselbusch den Anschluss an die Theologie der Gegenwart und führte die Vorlesung als Unterrichtsform ein. „1914 ging er in den Dienst der Landeskirche zurück, blieb jedoch dem Baptismus bis zu seinem Tod freundschaftlich verbunden. Er verfasste eine Reihe von Aufsätzen für den ´Hilfsboten`. Zwei seiner Söhne wurden ebenfalls Pfarrer“ (Frank Fornaçon). Hess war verheiratet und Vater von acht Kindern. (RF nach Frank Fornaçon)

Unveröffentlichte Kurzbiographie von Frank Fornaçon von 1984.

Vorlesungsmanuskripte (Oncken-Archiv, Elstal).

Die Verwunderung Jesu (Markus 6, 1-6), in: Wahrheitszeuge 1904, H. 35, S. 273f.

Vollkommenheit, in: Wahrheitszeuge 1904, H. 39, S. 308f.

Literaturbericht. Ein neues Beispiel allegorischer Schriftauslegung, in: Hilfsbote 1906, S. 114-116.

Jesus und die Jünger in Gethsemane (Mt 26, 36-37), in: Wahrheitszeuge 1908, H. 12, S. 89f.

Vom Hirtenamt eines evangelischen Predigers (Johannes 10, 1-16), in: Wahrheitszeugen 1908, H. 28, S. 217f.

Referat auf dem Ersten Europäischen Baptisten-Kongress in Berlin, 1908: Berichtsband S. 96-101: „Christus, der Mittelpunkt unseres Bekenntnisses.“

Beiträge zur Auslegung des Markusevangeliums, in: Hilfsbote 1909, S. 1-7.41-46.137-142.165-168.

Die wesentlichen Merkmale durch welche sich der Baptismus von der Volks-, Staats- und Landeskirche unterscheidet, Kassel ³1912, (36 S.).

Amtsblatt Nr. 6, 1944; H. Luckey, Auf den Spuren der Väter. Wirken und Wirkung der alten Seminarlehrer, in: Die Gemeinde 1955, S. (371-374) 372; Festschrift 75jähriges Jubiläum Predigerseminar, Hamburg-Horn 1955, S. 65; H. Donat, Ausbreitung, S. 467.520f; H. Fehr, Vom Ausbildungskurs zum Theologischen Predigerseminar, in: Die Gemeinde 14/1971, S. 6.7; Ernst Krischik, Paul Schmidt, in: Arno Pagel (Hg.), Sie führten zu Christus, Marburg an der Lahn (1976) ²1978, S. 119; Festschrift 100 Jahre Theologisches Seminar 1880-1980, S. 39f.117.118.119.235; G. Balders (Hg), Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe. 150 Jahre Baptistengemeinden in Deutschland 1834-1984. Festschrift, Wuppertal/Kassel 1984, S. 63f.67; Erich Geldbach, Religiöse Polemiken gegen „neue Religionen“ im Deutschland des 19. Jahrhunderts, in: J. Neumann/M. Fischer (Hg), Toleranz und Repression. Zur Lage religiöser Minderheiten in modernen Gesellschaften, Frankfurt(Main und New York 1987, S. (170-197) 172.185; 150 Jahre Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Stuttgart 1838-1988 (Festschrift), S. 14.25 (mit Foto).47; A. Strübind, Unfreie Freikirche (1991) ²1995, S. 8; Franz Graf-Stuhlhofer, Öffentliche Kritik am Nationalsozialismus im Großdeutschen Reich. Leben und Weltanschauung des Wiener Baptistenpastors Arnold Köster (1896-1960), Neukirchen-Vluyn 2001, S. 75.89; Veit Claesberg, Der pastorale Leiter als Prophet. Der Baptistenprediger Arnold Köster (1896-1960) im Widerstand gegen den Nationalsozialismus (Baptismus-Dokumentation 8), Elstal/Norderstedt 2018, S. 221.

Bildnachweis: Oncken-Archiv Elstal