Ekkehard Krajewski

Dr. theol. Ekkehard Krajewski (* 2. Dezember 1924 in Schleswig; † 29. Januar 2011 in Waldbröl) war Pastor in Zillhausen, Braunschweig und Rüschlikon, sowie für kurze Zeit auch Schriftleiter der Zeitschrift „Die Gemeinde“. Später trat er zur Evangelischen Kirche im Rheinland über. Als Baptist schrieb er die erste wissenschaftliche Biographie über einen Zürcher Täuferführer (Felix Mantz).

krajewski-ekkehard.jpgAus der Gemeinde Düsseldorf stammend studierte er von 1947 bis 1951 auf dem Predigerseminar in Hamburg, danach in Rüschlikon und arbeitete dort als wissenschaftlicher Assistent. 1956 wurde er von der Universität Zürich zum Dr. theol. promoviert mit einer Arbeit über den Zürcher Täuferführer Felix Mantz. Danach stand er von 1957 bis 1959 im Dienst als Gemeindeprediger in Zillhausen und seit 1959 in Braunschweig. Zum Schriftleiter der Zeitschrift „Die Gemeinde“ in Kassel wurde er ab 15. November 1963 berufen, schied aber April 1965 wieder aus der Schriftleitung aus und wurde noch im gleichen Jahr Pastor der zweisprachigen Gemeinde Rüschlikon/Schweiz mit Lehrauftrag „Christliche Ethik“ am internationalen baptistischen Seminar in Rüschlikon. Heute nicht mehr bekannte Gründe veranlassten ihn zur evangelischen Landeskirche im Rheinland überzutreten. Ab 1.5.1967 war er Pfarrer der ev. Lutherkirchengemeinde Düsseldorf, wo er am 7.5.1967 ordiniert wurde. Seit 1975 arbeitete er als Pfarrer im Oberbergischen in Nümbrecht bis zum Ruhestand 1984. Er war verheiratet mit Bodil und hatte mit ihr zwei Kinder. (RF)

Kirchliches Amtsblatt der Ev. Kirche im Rheinland Nr. 3 vom 15. März 2011, S. 235 (Todesanzeige).

E-Mail von Hans Joachim Söhn, Archivar der Nümbrechter Kirchengemeinde vom 23. 9. 2017.

Selbständige Veröffentlichungen:

Felix Mantz (1500-1527). Das Leben des Zürcher Täuferführers, Zürich 1956 (Theol. Diss. bei Prof. Fritz Blanke, 163 S.).

Leben und Sterben des Zürcher Täuferführers Felix Mantz. Über die Anfänge der Täuferbewegung und des Freikirchentums in der Reformationszeit, Kassel 1957; ³1962 (162 S.). Vgl. dazu Rezension von Cornelius J. Dyck, in: Church History Vol 28, Issue 1 (1959), S. 100: https://www.cambridge.org/core/journals/church-history/article/leben-und-sterben-des-zurcher-tauferfuhrers-felix-mantz-by-ekkehard-krajewski-kassel-j-g-oncken-1957-162-pp-dm-6/D21838A0E8289BA340BE33A818DE3B16

Geistesgaben. Eine Bibelarbeit über 1. Korinther 12-14, Kassel 1963 (64 S.).

Artikel in Zeitschriften (Junge Mannschaft, Die Gemeinde u.a.):

Johann Christoph Blumhardt. Einer der den Sieg Jesu ernst nahm, in: Junge Mannschaft 2/1951, S. 6.8.

Dr. Toyohiko Kagawa, in: Junge Mannschaft 6/1951, S. 4f.

Bin ich berufen? Ein Gespräch, in: Junge Mannschaft 1/1952, S. 6.

Pfadfinder und Gemeinde. Erfahrungen aus einem Nachbarland, in: Junge Mannschaft 7/1954, S. 7.

Freikirche und Staat, in: Mennonitische Geschichtsblätter 16 (1959), S. 27-30.

Vom Auftrag der Freikirchen (I-II), in: Die Gemeinde 1959, Nr. 13, S. 4f; Nr. 14, S. 4f (zum Buch von Gunnar Westin, Geschichte des Freikirchentums).

Werden einmal alle Menschen selig? (I-II), in: Die Gemeinde 1959, Nr. 33 und 34.

Was ist eine Sekte?, in: Die Gemeinde 1960, Nr. 32, S. 4-6.

Befreiung vom Bann dämonischer Mächte, in: Die Gemeinde 1960, Nr, 37.

The Theology of Felix Mantz, in: Mennonite Quarterly Review, Vol. 36, 1962, S. 76-87.

Ordnung und Vollmacht in der Gemeinde (I-II), in: Die Gemeinde 1963, Nr. 22-23.

Warum soll ich mich taufen lassen? Hg. v. Arbeitskreis für missionarisches Gemeinde-Schrifttum, Kassel o.J. (1963/64) (zusammen mit H.Pohl, W.Rosemann, E.Schütz, G.Wieske); 2. überarbeitete Aufl. Kassel 1977; 6. Aufl. 1987 (von E. Krajewski stammt vermutlich der Abschnitt „Ein Märtyrer zur Tauffrage 1525“, S. 10-13).

Wie es einem neuberufenen Schriftleiter ergeht, in: Die Gemeinde 14/1964, S. 2.

Abschiedswort, in: Die Gemeinde 18/1965, S. 2.

Ev. Kirchengemeinde Nümbrecht (Hg), Streiflichter. Festschrift zum 150. Geb. von Jakob Engels (1826-1897) Pfarrer zu Nümbrecht, 1976, S. 5f (Vorwort).

speziell zur Täuferforschung:

Felix Mantz (1500-1527). Das Leben des Zürcher Täuferführers, Zürich 1956 (Theol. Diss. bei Prof. Fritz Blanke, 163 S.).

Leben und Sterben des Zürcher Täuferführers Felix Mantz. Über die Anfänge der Täuferbewegung und des Freikirchentums in der Reformationszeit, Kassel 1957; ³1962 (162 S.). Vgl. dazu Rezension von Cornelius J. Dyck, in: Church History Vol 28, Issue 1 (1959), S. 100: https://www.cambridge.org/core/journals/church-history/article/leben-und-sterben-des-zurcher-tauferfuhrers-felix-mantz-by-ekkehard-krajewski-kassel-j-g-oncken-1957-162-pp-dm-6/D21838A0E8289BA340BE33A818DE3B16

Freikirche und Staat, in: Mennonitische Geschichtsblätter 16 (1959), S. 27-30.

The Theology of Felix Mantz, in: Mennonite Quarterly Review, Vol. 36, 1962, S. 76-87.

Festschrift zum 75jährigen Jubiläum des Predigerseminars 1955, S. 61; Fritz Blanke, Brüder in Christo. Die Geschichte der ältesten Täufergemeinde (Zollikon 1525), Zwingli-Verlag Zürich 1955, S. ?; Neudruck Schleife-Verlag CH-Winterthur, März 2003, S. 107; Torsten Bergsten, Der heutige Stand der Hubmaier-Forschung, in: J. Meister (Hg), Bericht über den Kongress der Europäischen Baptisten 26.-31.Juli 1958 in Berlin, Kassel 1959, S. (177-186) 179; Otto Johns, Veränderungen im Oncken-Verlag, in: Die Gemeinde 37/1963, S. 7f; Hans Fehr, Wechsel in der Schriftleitung, in: Die Gemeinde 48/1963, S. 8; Guy F. Hershberger, Das Täufertum. Erbe und Verpflichtung (Die Kirchen der Welt, Reihe B, Bd. II), Stuttgart 1963 (The Recovery of the Anabaptist Vision, 1957), S. 57; Gemeindebrief der ev. Lutherkirchen-Gemeinde in Düsseldorf Nr. 64 vom April 1967; 125 Jahre Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Baptistengemeinde Zillhausen. Festschrift zum Gemeindejubiläum 1975, Grußwort vor S. 1 dann 76f.79.99.103; Evangelische Kirchengemeinde Nümbrecht (Hg), Streiflichter. Festschrift zum 150. Geb. von Jakob Engels (1826-1897) Pfarrer zu Nümbrecht, 1976, S. 48; Siegfried Großmann, Haushalter der Gnade Gottes. Von der charismatischen Bewegung zur charismatischen Erneuerung der Gemeinde, Wuppertal und Kassel 1977, S. 207; Erbaut auf einem Grunde. Eine Kurzfassung der Geschichte der Ev.-Freikirchlichen Gemeinden in Baden-Württemberg, bearbeitet v. Friedhelm Lorenz, 1979, S. 15; G. Balders (Hg), Ein Herr, 1984, S. 320; Hartmut Wahl, Das Gemeindebild der mittelalterlichen Täufer als Anfrage an unsere baptistische Gemeindepraxis, in: ThGespr 1/1992 (Festgabe für Adolf Pohl), S. (51-58) 52; Manfred Bärenfänger, Rezension von Mira Baumgartner, Die Täufer und Zwingli. Eine Dokumentation, Zürich 1993, in: ThGespr 2/1996, S. (26-28) 27; Wenn eure Kinder später einmal fragen. 150 Jahre Ev.-Freikirchliche Gemeinde Kassel-Möncheberg 1997. Festschrift, S. 39; Hans-Jürgen Goertz, Konrad Grebel. Kritiker des frommen Scheins 1498 - 1526. Eine biographische Skizze, Bolanden/Hamburg 1998, S. 153.156.164; 150 Jahre illustrierte Geschichte der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Zillhausen, o.J. (2000), S. 50 (Foto); Andrea Strübind, Eifriger als Zwingli. Die frühe Täuferbewegung in der Schweiz, Berlin 2003, S. 129ff.296ff; Lothar Nittnaus, Baptisten in der Schweiz. Ihre Wurzeln und ihre Geschichte, Berlin 2004, S. 37.185.191; Uwe Swarat (Hg), Wer glaubt und getauft wird… Texte zum Taufverständnis im deutschen Baptismus, Kassel 2010, S. 216; Kirchliches Amtsblatt der Ev. Kirche im Rheinland Nr. 3 vom 15. März 2011, S. 235 (Todesanzeige).

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