Dorothea Nowak

Dorothea Nowak (* 12. September 1926 bei Dresden; † 23. August 2011 in Hamburg) war Pädagogin im Jugendseminar in Hamburg, beteiligt an Gründung und Aufbau einer Bibelschule in Brasilien und wurde berufen zur Dozentin für Praktische Theologie am Theologischen Seminar in Hamburg.

LEAD Technologies Inc. V1.01Aufgewachsen in Friedewald bei Dresden, studierte sie in Dresden Literaturwissenschaften. 1951 übersiedelte sie nach Hamburg war angestellt im Jugendseminar von 1951 bis 1954. Danach setzte sie ihr Studium fort in den Fächern Theologie und Psychologie in Hamburg. 1954-1957 arbeitete sie als Jugendreisesekretärin in Ostfriesland. 1957-1966 wirkte sie als Dozentin im Jugendseminar. 1966-1970 ging sie nach Brasilien, wo sie in Ijui bei der Gründung und beim Aufbau einer Bibelschule vor allem für Jugendliche aus den deutschen Kolonien engagiert war (Die ehemalige Bibelschule wurde Seminar und ist heute als Theologische Fakultät anerkannt). Dann kehrte sie zurück und lehrte von 1970 bis 1988 als „erste und einzige Frau“ Praktische Theologie im Theologischen Seminar Hamburg mit den neuen Fächern „Entwicklungspsychologie, Religionspsychologie und Gerontologie“. Im Ruhestand war sie weiterhin Gastdozentin und Initiatorin der Seminarreihe „Theologie für die Gemeinden“. Sie lebte zuletzt im Albertinen-Haus Hamburg-Schnelsen. „Gelebte Demut, Menschenfreundlichkeit und Bescheidenheit zeichneten sie genauso aus wie unermüdliche Einsatzbereitschaft, gründliche Sachkompetenz und gelebte Gemeindenähe“ (Christiane Geisser). „Sie hat durch ihre zugewandte offene Art und ihr Vorbild viele ermutigt. Durch ihr Beispiel wurde unter anderem auch die verantwortliche Mitarbeit von Frauen in unseren Gemeinden für viele selbstverständlich“ (Regina Claas). Johannes 15, 16 („Frucht bringen, die bleibt“) ist so etwas wie ein Lebensmotto für „Dorle“ gewesen (Andrea Schneider). (RF)

Kurzbiographie in wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Dorothea_Nowak

Dorothea Nowak verstorben. Führung des BEFG würdigt die ehemalige Dozentin (Michael Gruber, 25.8.2011): https://www.baptisten.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/dorothea-nowak-verstorben/

Theologische Hochschule Elstal: https://www.th-elstal.de/personen/weitere-lehrkraefte/ehemalige-lehrkraefte/dorothea-nowak/

Zeitzeugen-Interview in Hamburg vom 21.6.2000 (Oncken-Archiv Elstal).

Viele Artikel in „Junge Mannschaft“ (von 1953-1966).

Hier wohnte ein Ketzer (Silbersternheft Nr. 102), Kassel 1962 (16 S.).

Brasilien hat viele Gesichter. Bibelschule aufbauen in Südbrasilien, in: Junge Mannschaft 1966, Nr. 4, S. 16f.

Wandlungen im Glaubensvollzug. Ein Beitrag zur Religionspsychologie des Erwachsenenalters, in: ThGespr 1-2/1979 (Festgabe für Rudolf Thaut), S. 50-58.

Streiflichter aus der Geschichte des Jugendseminars, in: G. Balders (Hg), Festschrift 100 Jahre Theol. Seminar 1880-1980, Wuppertal 1980, S. 238-244.

Die Praktische Theologie, Teil B, in: ebenda, S. 75-77.

Das Seminar und die Praxis, in: Die Gemeinde 1980, Nr. 20, S.12.

Einsteigen - Ankommen, in: Die Gemeinde 1980, Nr. 34, S. 8f (zum neuerschienen Unterrichtswerk für den Religionsunterricht).

„Einsteigen - Ankommen“. Gemeindeunterricht 13-16, Schülerarbeitsbuch Bd. I, Wuppertal und Kassel 1980, 230 S., (hg. mit anderen), 4.Aufl. 1993. (vgl. dazu Ulf Beiderbeck, Frei und geborgen [Baptismus-Studien 3], Kassel 2002, S. 61)

Art. Didaktik, in: ELThG, Bd.1 (1992), S. 441f.

Autobiographie: Wenn sich Türen auftun. Autobiographische Einsichten, Berlin 2010 (59 S.). Vgl. dazu: Volker Spangenberg, Infobrief des Theologischen Seminars Elstal 1/2012, S. 4.

25 Jahre Jugendseminar Hamburg 1949 bis 1974, Hamburg 1974 (65 S.), S. 58; Das Porträt, Dorothea Nowak, in: Die Gemeinde 13/1977, S. 6; G. Balders (Hg), Festschrift 100 Jahre Theologisches Seminar 1880-1980, Wuppertal 1980, S. 45.46.48.151.236.245; G. Balders (Hg), Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe. 150 Jahre Baptistengemeinden in Deutschland 1834-1984. Festschrift, Wuppertal/Kassel 1984, S. 131; Diabo&Lüllau, „Hoffentlich enttäuscht uns Hitler nicht“. Briefe, Bilder, Berichte einer Predigerfamilie 1925-1960, hg. v. Uwe A. Gieske, Berlin 1999, S. 251.255; Ulf Beiderbeck, Frei und geborgen (Baptismus-Studien 3), Kassel 2002, S. 61.206; Andrea Schneider, „… an eine vorbildliche Theologin (Johannes 15, 16)“, in: Klaus Möllering (Hg), Eigentlich ein Liebesbrief, Leipzig 2002, S. 148-157; Andrea Schneider, Eigentlich ein Liebesbrief. Zum 75. Geburtstag von Dorothea Nowak, in: Die Gemeinde 17/2002. S. 32f; Dietrich Weiand, Die Bibelschule Ijui. Von der Kolonistenschule zur Fakultät, in: Ders., Hoffnung für Schattenkinder. 40 Jahre MASA in Lateinamerika, Ahnatal o.J. (2010), S. (159-161) 159; Dorothea Nowak verstorben. Führung des BEFG würdigt die ehemalige Dozentin (Michael Gruber, 25.8.2011); Nachruf in: Die Gemeinde 18/2011, S. 21: Dorothea Nowak verstorben. Generalsekretärin würdigt Verstorbene als Beispiel für Mitarbeit von Frauen; Volker Spangenberg, Infobrief des Theol. Seminars Elstal 1/2012, S. 4 (Rezension der Autobiographie); R. Assmann/A. Liese (Hg), Vereint in Christus - (wieder)vereint im Bund. 25 Jahre Zusammenschluss der beiden deutschen Bünde Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden - Akteure erinnern sich. Studientag Kassel 2015 (Baptismus-Dokumentation 6), Hammerbrücke/Elstal 2016, S. 106; vgl. auch wikipedia-Art. Dorothea Nowak.

Bildnachweis: Oncken-Archiv Elstal