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| pohl [2026/01/06 17:22] – [Literatur] rfleischer | pohl [2026/07/17 07:54] (aktuell) – [Leben] rfleischer |
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| ====== Paul Heinrich Pohl ====== | ====== Paul Heinrich Pohl ====== |
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| **Paul Heinrich Pohl** (* 17. Mai 1893 in Fordon/Posen; † 27. September 1965 in Hamburg) war Prediger in Lünen, Berlin und Hamburg-Altona, erster Direktor des Diakonissenhauses Tabea von 1932 bis 1965, der das Werk stark erweiterte und er war Mitglied im erweiterten Kreis der Bundesältesten seit 1936. | **Paul Heinrich Pohl** (* 17. Mai 1893 in Fordon(andere Schreibweise: Kordon)/Posen; † 27. September 1965 in Hamburg) war Prediger in Lünen, Berlin und Hamburg-Altona, erster Direktor des Diakonissenhauses Tabea von 1932 bis 1965, der das Werk stark erweiterte. Mitglied im erweiterten Kreis der Bundesältesten seit 1936. |
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| {{ :paul_pohl.jpg?nolink&200x253|paul_pohl.jpg}}Nach Studium am Seminar in Hamburg 1919-1923 wurde er Prediger in Lünen 1923-1926, in Berlin-Gubenerstraße bis 1929 und ab 1929 in Altona. Seit 1932 war er der erste Direktor des Diakonissenhauses Tabea. Diesen Dienst "übte er 33 Jahre lang ohne Unterbrechung bis zu seinem Tod aus. In den Jahren seines Dienstes wurde das Werk am stärksten erweitert, so z. B. um das Krankenhaus in Blankenese, ein Feierabendheim für Schwestern im Ruhestand, die Heime und Häuser in Bad Sachsa, Hannover, Gelsenkirchen, Burg auf Fehmarn und Dargow am Schaalsee" (A.Steen). "Paul Pohl setzt sich wiederholt kritisch mit der rassistischen Ideologie Rosenbergs auseinander … Angesichts der NS-Propaganda zur Eugenik bekennt er mutig, dass auch behindertes Leben vor Gott heilig sei" (Andrea Strübind). Bis 1936 sah er in seinen Schwestern-Rundbriefen kritisch auf "den totalen Staat des 3. Reiches" und äußerte sich zur kirchlichen Situation "ohne Beschönigung" (Andrea Strübind). Seit 1936 diente er als einer der Bundesältesten (Abt. Seminar) und auch seit 1942 als Mitglied der Bundesleitung. Er war verheiratet mit Hulda, geb. Kleinert (1898-1978). Sie bekamen drei Söhne und zwei Töchter. Zwei der Söhne wurden ebenfalls Pastoren: Helmut und Adolf. Seit der Berliner Zeit pflegte die Familie Pohl freundschaftlichen Umgang mit der Baptistin jüdischer Herkunft Frieda Schmal (1902-1999), die mit ihnen nach Hamburg zog, dort eine Ausbildung zur Krankenschwester absolvierte und dann wieder zu ihren Eltern nach Berlin zurückkehrte. Paul Pohl wurde auf dem Hauptfriedhof Hamburg-Altona beigesetzt (Begräbnisstätte der Baptistengemeinde, Abt. 08, VIII). (//RF//) | {{ :paul_pohl.jpg?nolink&200x253|paul_pohl.jpg}}Nach Studium am Seminar in Hamburg 1919-1923 wurde er Prediger in Lünen 1923-1926, in Berlin-Gubenerstraße bis 1929 und ab 1929 in Altona. Seit 1932 war er der erste Direktor des Diakonissenhauses Tabea. Diesen Dienst "übte er 33 Jahre lang ohne Unterbrechung bis zu seinem Tod aus. In den Jahren seines Dienstes wurde das Werk am stärksten erweitert, so z. B. um das Krankenhaus in Blankenese, ein Feierabendheim für Schwestern im Ruhestand, die Heime und Häuser in Bad Sachsa, Hannover, Gelsenkirchen, Burg auf Fehmarn und Dargow am Schaalsee" (A.Steen). "Paul Pohl setzt sich wiederholt kritisch mit der rassistischen Ideologie Rosenbergs auseinander … Angesichts der NS-Propaganda zur Eugenik bekennt er mutig, dass auch behindertes Leben vor Gott heilig sei" (Andrea Strübind). Bis 1936 sah er in seinen Schwestern-Rundbriefen kritisch auf "den totalen Staat des 3. Reiches" und äußerte sich zur kirchlichen Situation "ohne Beschönigung" (Andrea Strübind). Seit 1936 diente er als einer der Bundesältesten (Abt. Seminar) und auch seit 1942 als Mitglied der Bundesleitung. Nach Auskunft der NSDAP-Mitgliederkartei ist er am 1. Mai 1933 in die NS-Partei eingetreten. |
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| | Er war verheiratet mit Hulda, geb. Kleinert (1898-1978). Sie bekamen drei Söhne und zwei Töchter. Zwei der Söhne wurden ebenfalls Pastoren: Helmut und Adolf. Seit der Berliner Zeit pflegte die Familie Pohl freundschaftlichen Umgang mit der Baptistin jüdischer Herkunft Frieda Schmal (1902-1999), die mit ihnen nach Hamburg zog, dort eine Ausbildung zur Krankenschwester absolvierte und dann wieder zu ihren Eltern nach Berlin zurückkehrte. Paul Pohl wurde auf dem Hauptfriedhof Hamburg-Altona beigesetzt (Begräbnisstätte der Baptistengemeinde, Abt. 08, VIII). (//RF//) |
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| //Kurzbiographie von Axel Steen in: G.Balders (Hg), Ein Herr, 1984, S. 355.// | //Kurzbiographie von Axel Steen in: G.Balders (Hg), Ein Herr, 1984, S. 355.// |
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| //{{ :grab-paul-pohl-hh-altona.jpg?nolink&200x150|grab-paul-pohl-hh-altona.jpg}}Kurzporträt in: 100 Jahre Tabea 1899-1999 (Festschrift), S. 69.// | //{{ :grab-paul-pohl-hh-altona.jpg?nolink&200x150|grab-paul-pohl-hh-altona.jpg}}Kurzporträt in: 100 Jahre Tabea 1899-1999 (Festschrift), S. 69.// |
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| ===== Quellen ===== | ===== Quellen ===== |
| Ernst Krischik, Paul Schmidt, in: Arno Pagel (Hg.), Sie führten zu Christus, Marburg an der Lahn (1976) ²1978, S. 124; | Ernst Krischik, Paul Schmidt, in: Arno Pagel (Hg.), Sie führten zu Christus, Marburg an der Lahn (1976) ²1978, S. 124; |
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| G. Balders, Eine „Theologie des Führerprinzips“? Deutsche Baptisten auf der Suche nach einem Weg im Dritten Reich, in: ThGespr 1-2/1979, S. (29-40) 31.34, online: https://theologisches-gespraech.org/ojs/index.php/tge/article/view/6950/6906; | G. Balders, Eine „Theologie des Führerprinzips“? Deutsche Baptisten auf der Suche nach einem Weg im Dritten Reich, in: ThGespr 1-2/1979, S. (29-40) 31.34, online: [[https://theologisches-gespraech.org/ojs/index.php/tge/article/view/6950/6906|https://theologisches-gespraech.org/ojs/index.php/tge/article/view/6950/6906]]; |
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| | G. Balders, „Heilige Gefolgschaft“. Über das „Führerprinzip“ im Bund der Baptistengemeinden am Anfang des Dritten Reiches, in: ThGespr 3-4/1979, S. (5-15) 14.15, online: [[https://theologisches-gespraech.org/ojs/index.php/tge/article/view/6957/6913|https://theologisches-gespraech.org/ojs/index.php/tge/article/view/6957/6913]]; |
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| G. Balders, „Heilige Gefolgschaft“. Über das „Führerprinzip“ im Bund der Baptistengemeinden am Anfang des Dritten Reiches, in: ThGespr 3-4/1979, S. (5-15) 14.15, online: https://theologisches-gespraech.org/ojs/index.php/tge/article/view/6957/6913; | Karl Heinz Voigt, Friedrich Wunderlich - ein Brückenbauer Gottes, Stuttgart 1982 (256 S.), S. 78; |
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| G. Balders (Hg), Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe. 150 Jahre Baptistengemeinden in Deutschland 1834-1984. Festschrift, Wuppertal/Kassel 1984, S. 104 (P.P.=Paul Pohl).150.355; | G. Balders (Hg), Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe. 150 Jahre Baptistengemeinden in Deutschland 1834-1984. Festschrift, Wuppertal/Kassel 1984, S. 104 (P.P.=Paul Pohl).150.355; |