Siegfried Schmidtmann

Siegfried Schmidtmann (* 3. Februar 1930 in Treptow an der Rega/Pommern; † 26. Mai 2017 in Berlin) war Ingenieur, Mitglied der Bundesleitung/DDR und Delegierter für die ökumenische Versammlung Dresden und Magdeburg (1987-89).

Er wurde mit 12 Jahren von Prediger Franz Neese getauft. Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte er unter polnischer Besatzung. 1946 machte er sich auf die Flucht nach Wismar und einen Neuanfang in der Landeskirchlichen Gemeinschaft, wo er auch im EC-Jugendkreis mitarbeitete. Er begann ein Ingenieurstudium für Fernmeldetechnik in Wismar und fand 1951/52 eine Anstellung in Berlin. Dort wurde er Mitglied der EFG Berlin-Oberschöneweide. Er engagierte sich als Jugendleiter und seit 1967 in der gemeinsamen offenen Jugendarbeit mit der EFG Berlin-Köpenick. 1972-90 war er Gemeindeleiter in Oberschöneweide. Von 1981-87 war er auch Mitglied der Bundesleitung des BEFG-DDR. Seine Mitarbeit geschah in den Abteilungen Ausbildung und Missionarische Gemeindearbeit. Im Auftrag der Bundesleitung pflegte er die Kontakte zum Friedensrat der DDR sowie zur Nationalen Front und war 1987-89 Delegierter des BEFG für die Ökumenische Versammlung in Dresden und Magdeburg sowie für deren Vorbereitungskreis. 1956 heiratete er Ruth Franzke, mit der er drei Kinder bekam. 1990 wurde er geschieden. 1992 ging er die Ehe ein mit Walli geb. Wolf. (Reinhard Assmann)

Aufzeichnungen von Werner Piel (Privatarchiv R. Assmann).

Erfahrungen bei der „Ökumenischen Versammlung für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“, in: U. Materne/G. Balders (Hg.): Erlebt in der DDR. Berichte aus dem Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in der DDR, Wuppertal/Kassel 1995, S. 283-286.

Nachruf von Jörg Swoboda in Die Gemeinde 13/2017, S. 26.