Johannes Ludwig Elvin

Johannes Ludwig Elvin (* 6. August 1796 in Hamburg; † nach 1863 in Glasgow) war Hamburger Mitarbeiter J. G. Onckens, der vor allem die Sonntagschularbeit förderte.

elvin.jpgZunächst war er tätig als Tapezierer (bis 1844). Nach der Gründung (1825) diente er als Mitarbeiter/Oberlehrer in der Sonntagschule von St. Georg und kam so in Kontakt mit J. G. Oncken. Zusammen mit Oncken schied er 1833 aus der Sonntagschule St. Georg wieder aus. Aber erst 1844 (nach Donat: 26.5.1845) ließ er sich in der Hamburger Baptistengemeinde taufen. Bald wurde er Oberlehrer der baptistischen Sonntagschularbeit und arbeitete bei den Missionskursen mit. Er unternahm viele Besuche in den Gemeinden, um die Einrichtung von Sonntagschulen anzuregen. Überregional geschah seine Mitarbeit als „ordnender Bruder“ des Bundes. Von Hause aus Judenchrist missionierte er auch als Agent der Glasgower Gesellschaft zur Verbreitung des Evangeliums unter den Juden. 1863 zog er nach Glasgow zu seiner Tochter. Bei seiner Übersiedlung bestanden im deutschen Bund 87 baptistische Sonntagschulen mit 2.400 Kindern. (RF nach der unveröffentlichten Kurzbiographie von 1984)

Lehmann, Geschichte, Bd. 1, 1896, S. 29.31.35.169.194; neubearbeitet v. F.W. Herrmann (1912) ³1923, S. 27.93 u.ö.; Lehmann, Geschichte, Bd. 2, 1900, S. 25.39.43.127.157.168.253.332; H. Luckey, Johann Gerhard Oncken und die Anfänge des deutschen Baptismus, Kassel 1934, Register (Elwin); ders., Gottfried Wilhelm Lehmann und die Entstehung einer deutschen Freikirche, Kassel 1939, Register (Elwin); Donat, Entstehung, Register; ders., Ausbreitung, Register; Gerhard Wege, J. L. Elvin und die Anfänge unserer Sonntagschularbeit, Hamburg 1958 (Seminar-Abschlussarbeit); H. Luckey, J.G.Oncken, Kassel ³1958, S. 254.120 (Ewel=Elvin?); E. Scheve, Dem Herrn vertrauen. Blüten und Früchte eines Lebens für Gemeinde, Mission und Diakonie, zusammengetragen v. G. Balders, Wuppertal 1979, S. 19; Astrid Giebel, Diakonie im deutschen Baptismus. Perspektiven und Berührungsflächen mit der Geschichte der Inneren Mission, in: Freikirchenforschung Nr. 10/2000, S. (293-310) 298.303 (Ewel=Elvin?); dies., Glaube, der in der Liebe tätig wird (Baptismus-Studien 1), Kassel 2000, S. 25 (Ewel=Elvin?); G. Balders, Lobt in seinem Heiligtume, den der große Wunder tut. Julius Köbner als Herausgeber der „Glaubensstimme“ und als Liederdichter, in: E. Geldbach u.a. (Hgg), Religionsfreiheit. Festschrift zum 200. Geburtstag von Julius Köbner, Berlin 2006, S. 74; Karl Heinz Voigt, Internationale Sonntagsschule und deutscher Kindergottesdienst: eine ökumenische Herausforderung. Von den Anfängen bis zum Ende des Deutschen Kaiserreichs (Kirche-Konfession-Religion Bd. 52), Göttingen 2007, Personenregister; Gerhard Lindemann, Für Frömmigkeit in Freiheit. Die Geschichte der Evangelischen Allianz im Zeitalter des Liberalismus (1846-1879), Berlin 2011, S. 484 (1060 S.); Frank Fornaçon, Zwischen Solidarität und Ignoranz. Wie Baptisten seit 400 Jahren Juden begegneten, in: Freikirchenforschung 28/2019, S. (124-151) 130.

Bildnachweis: Oncken-Archiv Elstal / Oncken Verlag 1896/1958