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fuellbrandt_walter [2024/03/18 22:02] – [Literatur] rfleischer | fuellbrandt_walter [2025/03/15 13:20] (aktuell) – [Literatur] rfleischer | ||
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===== Leben ===== | ===== Leben ===== | ||
- | Walter Füllbrandt wuchs als Sohn des Predigers Emil Füllbrandt in Eilenburg und Pforzheim auf, wo er 1949 das Abitur ablegte. Anschließend studierte er am neugegründeten Internationalen Baptistischen Theologischen Seminar in Rüschlikon. Er blieb als wissenschaftlicher Assistent am Seminar (beim Präsidenten Josef Nordenhaug) und studierte acht Semester weiter an der Universität Zürich. 1956 begann er seinen Gemeindedienst in Dortmund. 1961 wechselte er in die Gemeinde Hamburg, Grindelallee. Auf Wunsch von Hans Fehr wurde Füllbrandt 1964 dessen Nachfolger als Direktor des Albertinen-Diakoniewerkes Hamburg. Seinen ursprünglichen Plan einer Promotion zum lukanischen Werk beim Neutestamentler Eduard Schweizer in Zürich, die schon fortgeschritten war, musste er endgültig aufgeben. | + | {{ : |
Ein Jahr noch arbeitete er mit Hans Fehr in der Leitung zusammen. Es gelang ihm, sich schnell in die komplizierte Materie des Gesundheitswesens einzuarbeiten. Durch sein unerschrockenes Auftreten erwarb er sich die Achtung der Krankenkassenverbände und Behörden. 1971 wurde er zum Vorsitzenden des Verbandes der freigemeinnützigen Krankenhäuser in Hamburg e.V. gewählt. Auch den Vorsitz der Hamburgischen Krankenhausgesellschaft hatte er viele Jahre inne. Unter seiner Leitung und mit der ihm eigenen Energie und Weitsicht wurde das Albertinen-Krankenhaus u.a. durch Verdoppelung der Bettenzahl (über 400) erweitert und mit eigenem Betriebskindergarten ausgestattet. Als geistliche Leitung des Werkes übernahm er Morgenandachten, | Ein Jahr noch arbeitete er mit Hans Fehr in der Leitung zusammen. Es gelang ihm, sich schnell in die komplizierte Materie des Gesundheitswesens einzuarbeiten. Durch sein unerschrockenes Auftreten erwarb er sich die Achtung der Krankenkassenverbände und Behörden. 1971 wurde er zum Vorsitzenden des Verbandes der freigemeinnützigen Krankenhäuser in Hamburg e.V. gewählt. Auch den Vorsitz der Hamburgischen Krankenhausgesellschaft hatte er viele Jahre inne. Unter seiner Leitung und mit der ihm eigenen Energie und Weitsicht wurde das Albertinen-Krankenhaus u.a. durch Verdoppelung der Bettenzahl (über 400) erweitert und mit eigenem Betriebskindergarten ausgestattet. Als geistliche Leitung des Werkes übernahm er Morgenandachten, | ||
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===== Quellen ===== | ===== Quellen ===== | ||
- | Albertinen Archiv Hamburg. | + | Archiv |
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+ | Gedanken, Notizen und Thesen zur Neuorientierung der Evangelisch-Freikirchlichen Mutterhausdiakonie bezogen auf die besondere Situation des Albertinen-Hauses, | ||
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+ | Albertinen-Haus, | ||
Zeitzeugen-Interview mit Walter Füllbrandt am 28.10. und 17.11.2009 (Oncken-Archiv Elstal). | Zeitzeugen-Interview mit Walter Füllbrandt am 28.10. und 17.11.2009 (Oncken-Archiv Elstal). | ||
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===== Literatur ===== | ===== Literatur ===== | ||
- | G. Balders (Hg), Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe. 150 Jahre Baptistengemeinden in Deutschland 1834-1984. Festschrift, | + | Festschrift 150 Jahre Oncken-Gemeinde 1834-1984, zusammengestellt von H. Becker, D. Kroll, E. Rockel, Hamburg 1984, S. 77.48f.142 (Foto).153 (Foto mit Ehefrau Dorothea). |
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+ | G. Balders (Hg), Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe. 150 Jahre Baptistengemeinden in Deutschland 1834-1984. Festschrift, | ||
Harold Eisenblätter (über Walter Füllbrandt), | Harold Eisenblätter (über Walter Füllbrandt), | ||
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Astrid Giebel, Glaube, der in der Liebe tätig wird (Baptismus-Studien 1), Kassel 2000, S. 298.328.338. | Astrid Giebel, Glaube, der in der Liebe tätig wird (Baptismus-Studien 1), Kassel 2000, S. 298.328.338. | ||
- | Theologisches Gespräch 2005, Beiheft 6 (Festschrift 125 Jahre Theologisches Seminar), S. 72: Gastvortrag: | + | Theologisches Gespräch 2005, Beiheft 6 (Festschrift 125 Jahre Theologisches Seminar), S. 72: Gastvortrag: |
Neue Wege: Walter Füllbrandt, | Neue Wege: Walter Füllbrandt, | ||
Streitbar für das Leben und mehr Lebensqualität, | Streitbar für das Leben und mehr Lebensqualität, | ||
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+ | Frank Fornaçon, Zwischen Weltflucht und Weltverantwortung. Baptisten als Minderheit auf der Suche nach ihrer politischen Heimat. Historischer Überblick über die Zeit von 1834 bis 1950, in: Freikirchenforschung 17/2008, S. (92-105) 104. | ||
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+ | D.Lütz (Hg), „Die Bibel hat die Schuld daran“ (Festschrift zum 175. Jubiläum der Oncken-Gemeinde in Hamburg 2009), 2009, S. 375. | ||
Die Gemeinde, Februar/ | Die Gemeinde, Februar/ | ||
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Nachruf in: Die Gemeinde 3/2024, S. 28. | Nachruf in: Die Gemeinde 3/2024, S. 28. | ||
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