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Minna Krämer

Minna Krämer (* 1848; † 1927 in Hamburg ?) war Gemeindeschwester in Altona und Leiterin eines „Jungfrauen-Heidenmissions-Vereins“, der die Senana-Mission förderte.

Sie war Gemeindeschwester in der Gemeinde Altona bis zum Jahr 1898 und Stadtmissionarin. Als Emma Rauschenbusch, Tochter von Professor August Rauschenbusch in Rochester/New York auf ihrer Reise nach Indien 1882 in Hamburg bei einer Missionskonferenz in Altona im Jungfrauenverein der Gemeinde von der Telugu- und Senana-Mission unter indischen Frauen berichtete, bildete sich in der Folge am 17. September 1882 ein „Jungfrauen-Heidenmissions-Verein“, der diese Mission unterstützte. Die langjährige Vorsteherin dieses Vereins wurde Minna Krämer. Erst 1900 löste sie Theodor Duprée als Vorsitzender ab. Neben Einzelpersonen schlossen sich nach und nach 25 weitere Vereine an. Die Senana-Mission war in den USA entstanden, sendete Missionarinnen aus und unterstützte Bibelfrauen, um unter den indischen Frauen „zu wirken, zu deren Wohngemächern, Senanas genannt, kein Mann Zutritt erlangte“ (Donat, Ausbreitung, S. 501). Frida Fetzer, die Schwester von Emma Rauschenbusch, unterstützte die Missionsarbeit von Frauen für Frauen in der Zeitschrift „Tabea“, die erstmalig im Januar 1883 erschien. (RF)

Archiv der EFG Hamburg-Altona.

Fünfzig Jahre Senanamission. Jubiläumsausgabe des Missionsblattes „Unter Indiens Frauen“, Hamburg 1932 (darin: Emma Fetzer, Die ersten fünfundzwanzig Jahre, S. 253-255); R. Donat, Ausbreitung, 1960, S. 501; Thomas Klammt, „Ist die Heidenmission zu empfehlen?“ Die deutschen Baptisten und die Mission in der Ferne (1848-1913), edition afem, mission scripts Bd. 1, Verlag für Kultur und Wissenschaft Bonn 1994, S. 46f; Martin Rothkegel in: Festschrift 150 Jahre Gemeinde Altona 1871-2021.

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  • von rfleischer