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 {{  :immanuel_walter-1959.jpg?nolink&200x259|immanuel_walter-1959.jpg}}Immanuel Walter war Sohn eines Baptistenpredigers. Nach dem Besuch der Oberschule begann er eine kaufmännische Lehre. Seine Bekehrung erlebte er mit 18 Jahren. Ab 1922 besuchte er das Seminar in Hamburg. Nach Abschluss seiner Ausbildung in Hamburg heiratete er, war 32 Jahre verheiratet und bekam mit seiner Frau drei Kinder (2 Söhne, 1 Tochter). Seinen ersten Gemeindedienst hatte er in Stuttgart mit dem Auftrag, die vielen Teilgemeinden zu betreuen. Darum suchte er sich 1927 als Wohnsitz Ludwigsburg. 1934 ging er in den Gemeindedienst nach Insterburg/Ostpreußen. Dort erlebte er am Ort den Zusammenschluss mit der Elim- und der BfC-Gemeinde. Er wurde für ein Jahr zu einer Flak-Einheit eingezogen. Bereits im Herbst 1944 wurde seine Familie in den Westen abtransportiert und landete in Meiningen/Thüringen, wohin er später folgte. Dort blieb er bis zur Rückkehr des Orts-Predigers im Gemeindedienst. Ab 1946 war er im Süden Deutschlands aktiv in der „Bruderhilfe“ und in der Neulandmission tätig. Er wurde nebenbei Betreuer des neuerworbenen Missionszeltes „Süddeutschland“. 1950 folgte er dem Ruf in das Bundeshaus (als Leiter der "Bruderhilfe" und des Ausschusses für Wiederaufbau), „um in der damaligen nicht unbedenklichen Finanzsituation die geldlichen Angelegenheiten des Bundes verantwortlich zu führen“ (Hans Herter in: Die Gemeinde 8/1960, 12). „Unser Gemeindebund hätte keinen geeigneteren ‚Nothelfer‘ zum ‚Katastropheneinsatz‘ finden können als Immanuel Walter“ (H. Herter, ebd., 11). Am 1. September 1959 trat er den Gemeindedienst in der Gemeinde Wuppertal-Barmen an. Auf der Fahrt zum Bundeshaus verstarb er am 21. Dezember ganz unerwartet und wurde am 24. Dezember 1959 unter großer Anteilnahme beerdigt. (//Hartmut Wahl//) {{  :immanuel_walter-1959.jpg?nolink&200x259|immanuel_walter-1959.jpg}}Immanuel Walter war Sohn eines Baptistenpredigers. Nach dem Besuch der Oberschule begann er eine kaufmännische Lehre. Seine Bekehrung erlebte er mit 18 Jahren. Ab 1922 besuchte er das Seminar in Hamburg. Nach Abschluss seiner Ausbildung in Hamburg heiratete er, war 32 Jahre verheiratet und bekam mit seiner Frau drei Kinder (2 Söhne, 1 Tochter). Seinen ersten Gemeindedienst hatte er in Stuttgart mit dem Auftrag, die vielen Teilgemeinden zu betreuen. Darum suchte er sich 1927 als Wohnsitz Ludwigsburg. 1934 ging er in den Gemeindedienst nach Insterburg/Ostpreußen. Dort erlebte er am Ort den Zusammenschluss mit der Elim- und der BfC-Gemeinde. Er wurde für ein Jahr zu einer Flak-Einheit eingezogen. Bereits im Herbst 1944 wurde seine Familie in den Westen abtransportiert und landete in Meiningen/Thüringen, wohin er später folgte. Dort blieb er bis zur Rückkehr des Orts-Predigers im Gemeindedienst. Ab 1946 war er im Süden Deutschlands aktiv in der „Bruderhilfe“ und in der Neulandmission tätig. Er wurde nebenbei Betreuer des neuerworbenen Missionszeltes „Süddeutschland“. 1950 folgte er dem Ruf in das Bundeshaus (als Leiter der "Bruderhilfe" und des Ausschusses für Wiederaufbau), „um in der damaligen nicht unbedenklichen Finanzsituation die geldlichen Angelegenheiten des Bundes verantwortlich zu führen“ (Hans Herter in: Die Gemeinde 8/1960, 12). „Unser Gemeindebund hätte keinen geeigneteren ‚Nothelfer‘ zum ‚Katastropheneinsatz‘ finden können als Immanuel Walter“ (H. Herter, ebd., 11). Am 1. September 1959 trat er den Gemeindedienst in der Gemeinde Wuppertal-Barmen an. Auf der Fahrt zum Bundeshaus verstarb er am 21. Dezember ganz unerwartet und wurde am 24. Dezember 1959 unter großer Anteilnahme beerdigt. (//Hartmut Wahl//)
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 +//Nachruf von Hans Herter, in: Die Gemeinde 8/1960, S. 11f.//
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 ===== Veröffentlichungen ===== ===== Veröffentlichungen =====
  
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 ===== Literatur ===== ===== Literatur =====
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 +Festschrift zur Feier des 50jährigen Jubiläums des Predigerseminars der deutschen Baptisten zu Hamburg-Horn, 1930, S. 87;
  
 E. Fiedler, Vom Sozialwerk in Stuttgart, in: Die Gemeinde 13/1948, S. 103; E. Fiedler, Vom Sozialwerk in Stuttgart, in: Die Gemeinde 13/1948, S. 103;
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 Bernard Green, European Baptists and the Third Reich, Baptist Historical Society 2008, p. 211 (270 S.); Bernard Green, European Baptists and the Third Reich, Baptist Historical Society 2008, p. 211 (270 S.);
  
-Andrea Strübind, „Eine Kirche der kleinen Leute“. Der Wiederaufbau der Christuskirche in Hamburg Altona (1957), in: ZThG 19/2014, S. (125-134) 132.133;+Andrea Strübind, „Eine Kirche der kleinen Leute“. Der Wiederaufbau der Christuskirche in Hamburg Altona (1957), in: ZThG 19/2014, S. (125-134) 132.133, online: [[https://www.gftp.de/downloads-und-dokumente/send/43-zthg-19-2014/555-astruebindii|https://www.gftp.de/downloads-und-dokumente/send/43-zthg-19-2014/555-astruebindii]];
  
 Hartmut Wahl, Zur Geschichte der baptistischen Flüchtlinge und Vertriebenen. Ein kurzer Einblick in die Thematik anhand erster Forschungsbemühungen zum BEFG, in: Freikirchenforschung 27/2018, S. (127-144) 134 und Historischer Beirat/Texte: [[https://www.befg.de/fileadmin/content/BEFG/Geschichte-baptistischer-Fluchtlinge-und-Vertriebenen-H-Wahl.pdf|https://www.befg.de/fileadmin/content/BEFG/Geschichte-baptistischer-Fluchtlinge-und-Vertriebenen-H-Wahl.pdf]], S. 4. Hartmut Wahl, Zur Geschichte der baptistischen Flüchtlinge und Vertriebenen. Ein kurzer Einblick in die Thematik anhand erster Forschungsbemühungen zum BEFG, in: Freikirchenforschung 27/2018, S. (127-144) 134 und Historischer Beirat/Texte: [[https://www.befg.de/fileadmin/content/BEFG/Geschichte-baptistischer-Fluchtlinge-und-Vertriebenen-H-Wahl.pdf|https://www.befg.de/fileadmin/content/BEFG/Geschichte-baptistischer-Fluchtlinge-und-Vertriebenen-H-Wahl.pdf]], S. 4.
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  • von rfleischer